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Handball: Super-Gau abgewendet

VON SEBASTIAN MÜHLEIS - zuletzt aktualisiert: 15.06.2007

Nach einem ganz schwachen Saisonstart schafften die Verbandsliga-Handballer des TV Aldenrade am Ende noch das Minimalziel: Den Klassenerhalt. Besser machten es da die Reserven des MTV Rheinwacht und des TV Jahn.

Hier fliegt Daniel Bertens akrobatisch einem Treffer entgegen. Insgesamt aber enttäuschten Bertens und seine Mannschaftskameraden stark, sahen zu Saisonbeginn wie ein sicherer Absteiger aus, ehe die Rettung gelang. RP-Archivfoto Foto: RPO
Hier fliegt Daniel Bertens akrobatisch einem Treffer entgegen. Insgesamt aber enttäuschten Bertens und seine Mannschaftskameraden stark, sahen zu Saisonbeginn wie ein sicherer Absteiger aus, ehe die Rettung gelang. RP-Archivfoto Foto: RPO

Vor der Saison versprühten die Verantwortlichen und der neue Übungsleiter Björn Kempmann Optimismus. Nach dem Wechsel vom langjährigen Erfolgstrainer Karl-Rudolf Becker zu Kempmann, den „Katsche“ selbst dem Vorstand herzlichst empfohlen hatte, lautete das Credo für die abgelaufene Spielzeit einen „schönen und erfolgreichen Handball zu spielen“.

Ohne Selbstvertrauen, ohne Biss

Die ernüchternde Bilanz nach den ersten 16 Spielen der Saison las sich anders: 4:28 Punkte wies der TVA aus, spielte wie ein sicherer Absteiger. Ohne Selbstvertrauen, dazu oft ohne den nötigen Biss, die rechte Einstellung und teilweise sogar behäbig bis arrogant. Die ersten Konsequenzen zogen die Macher um Männerwart Uli Ludwig in Form der Trennung vom Rückraum-Duo Michael Paus und Thomas Voss – und sorgten damit für reichlich Fragezeichen bei externen Beobachtern.

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Aufstieg?

Uli Ludwig muss laut lachen. „Ja, das ist mir noch sehr bewusst“, antwortet der Männerwart des TVA schmunzelnd auf die Frage, ob er sich noch erinnern kann, was nach der letzten derart schwachen Saison der Walsumer folgte. Damals marschierte Karl-Rudolf Becker nach seiner Rückkehr vom drittletzten Tabellenplatz bis in die Oberliga. Doch vom Ziel Aufstieg will Ludwig verständlicherweise nichts wissen, zu frisch sind die Erinnerungen an die verkorkste, just abgelaufene Spielzeit.

Schließlich war es um die Quantität des Kaders nicht so gut bestellt, als dass „mal eben“ der Abgang von zwei Spielern kompensiert werden konnte. Außerdem handelt es sich bei dem Duo unbestritten um zwei sehr starke Akteure mit reichlich Erfahrung, auch in höheren Spielklassen.

Doch entgegen der landläufigen Meinung, der TVA habe einen Fehler begangen, wirkte die Maßnahme nach kurzer Zeit. Die Mannschaft rückte enger zusammen, schaffte mit 13:7 Punkten aus den letzten zehn Spielen wenigstens noch das Minimalziel Klassenerhalt. Ein besonders wichtiger Baustein hierfür war der erst in der Saison verpflichtete Michael Schubert, dem Ludwig ausdrücklich ein Extralob spendiert.

Für die kommende Spielzeit erwartet Ludwig einen reibungsloseren Start, schließlich stoßen mit Daniel Drespa und Konstantin Sondram zwei „fertige“, erfahrene Spieler zum Kader. Besser als die Walsumer machten es eine Etage tiefer die Reserven des MTV Rheinwacht Dinslaken und des TV Jahn Hiesfeld in der Landesliga. Beide Truppen erreichten ihre Saisonziele, die indes unterschiedlicher Natur waren. Der MTV wollte oben mitspielen, erreichte dieses Ziel mit Platz drei nach „Stotter-Start“ am Ende ebenso souverän wie die „Veilchen“ den angepeilten Klassenerhalt.

MTV-Spielertrainer Dirk Eich steht dabei auch in der kommenden Saison beinahe die komplette Erfolgsmannschaft wieder zur Verfügung, lediglich Timo Kiwitz und Sami Lipovica-Grabbe (zurück zur HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg) scheiden aus. Dafür stößt Dennis Kempmann aus der Jugend zum Kader.

Alles hänt von Kripke ab

Wie es bei den „Veilchen“ weitergeht, konnte Pressesprecher Kai Bagner indes noch nicht vermelden. Sollte Spielertrainer Arne Kripke allerdings die Schuhe an den Nagel hängen, dürfte der neuerliche Klassenerhalt kaum zu realisieren sein.

Quelle: RP

 
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