Handball: Tempo erhöhen
VON SEBASTIAN MÜHLEIS - zuletzt aktualisiert: 02.09.2008Den siebten Platz des Vorjahres übertreffen wollen die Oberliga-Handballerinnen der SV 08/29 Friedrichsfeld. Das Trainer-Team Andrea Glasmacher und Werner Hillig setzt dabei auf mehr Spielwitz und neue taktische Konzepte.
Wenn eine Mannschaft zwei ganz wichtige Stützen der Vorsaison verliert und nur eine talentierte Nachwuchsspielerin des Nachbarvereins hinzugewinnt, ist es eigentlich nicht üblich, das Saisonziel über der Platzierung des Vorjahres anzusetzen. Nicht so für Andrea Glasmacher, neue Spielertrainerin der Oberliga-Handballerinnen der SV 08/29 Friedrichsfeld, die ab dieser Spielzeit ein Team mit Werner Hillig bildet, und „ein bisschen oben mitspielen“, möchte. Platz sechs soll es also bitte mindestens werden.
Erste Voraussetzung dafür ist natürlich, dass sich keine Spielerin des kleinen Kaders verletzt oder aus anderen Gründen längerfristig ausfällt. „Bei Ausfällen hätten wir sicher ein Problem“, räumt auch Glasmacher ein. Als weitere wichtige Faktoren macht die routinierte Rückraumspielerin die Punkte Eigeninitiative, Spielwitz und -verständnis aus. „Wir wollen natürlich einige Dinge vorgeben, aber grundsätzlich sollen die Mädels diese Dinge selbständig umsetzen“, so die Übungsleiterin.
Das Auftaktprogramm
Eine echte Standortbestimmung stellen die beiden ersten Partien für 08/29 dar. Zunächst reisen die „Vereinigten“ zum Vorjahres-Zweiten TV Aldekerk, dann kommt der Dritte der Vorsaison, die TG Hilgen, nach Friedrichsfeld. Am dritten Spieltag hat 08/29 erneut ein Heimspiel, erwartet dann Aufsteiger TV Lobberich.
Grundsätzlich wollen Glasmacher und Hillig in dieser Spielzeit für mehr Tempo und neue taktische Konzeptionen stehen. Dies sollen die Schlüssel zum Erfolg werden. Als großen Pluspunkt macht Glasmacher die hervorragende Stimmung aus. „Die Mädels sollen auch Spaß haben, denn wenn man mit Spaß und Freude dabei ist, dann kommt der Rest schon von selbst.“ Neben den bereits genannten Faktoren sieht die Trainerin große Vorteile für die „Vereinigten“ auch im starken Torhüter-Pool. Denn mit den Stammtorhüterinnen Carina Lubrich und Lena Teschner weiß man um zwei der besseren Spielerinnen der Liga auf dieser Position, dazu hat man noch Hilligs Schwiegertochter Steffi, Spielertrainerin der Reserve, in der Hinterhand.
Abgänge kompensieren
Schwierig werden dürfte es indes die Abgänge von Birgit Homscheid und Melanie Schneidewind schnell zu kompensieren. Homscheid war jahrelang als Abwehrchefin gesetzt und spielte auch im Angriff meist eine gute Rolle, Schneidewind wies nach ihrer Reaktivierung unter Hillig ihre Torjäger-Qualitäten nach. Daher werden taktische Umstellungen auch nötig sein, um diese Abgänge auszugleichen.
Beim Thema Aufstiegsfavoriten will Glasmacher nicht klar Stellung beziehen: „Ich kann da leider noch nicht viel zu sagen, es sind zu viele Fragen offen. So bleibt etwa abzuwarten, wie stark Aldekerk ohne Trainer Uli Weiler und mit den Abgängen ist, Aufsteiger Wülfrath soll sehr stark sein, aber sie habe ich selbst nocht nicht gesehen.“
Zugänge: Gülicher (TV Bruckhausen).
Abgänge: Homscheid (Laufbahnende), Klaasen (beruflich nach Kaiserslautern), Schneidewind (eigene Reserve).
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