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Titelkämpfe gehen weiter

zuletzt aktualisiert: 24.11.2008

Bei den heutigen Abendrennen am Bärenkamp werden wieder fleißig Punkte gesammelt. Es geht um das „Pferd des Jahres“, Roland Hülskath und* Michael Nimczyk wollen beide den „Goldhelm“ und im Dintrab-Cup der Rheinischen Post kämpfen die Amateure um die Platzierungen.

Info

Viererwette

Gleich ein Dutzend Pferde geht imPreis der TRS AG, dem Rennen mit G4-Wette, an den Start, und wer hier vorne sein will, der muss schon ein besonders gutes Näschen haben. Neben der in ungewohnter Hand antretenden Doppelsiegerin Experience Victory (Maico Korsman), der siebenfachen Saison-Siegerin Primas Prinzess (Michael Nimczyk) und der nun vier Mal hintereinander als Zweite eingekommenen Lorenzana (John Westenbrink) sollte das Augenmerk der Wetter vor allem Waikiki Boshoeve (Simon Woudstra) gelten, die sich in der ersten Jahreshälfte in der rauhen schwedischen Rennluft mit Bravour behauptete und nun – nach einem halben Jahr Pause und einem ordentlichen Probelauf – erstmals in ihrem Geburtsland an den Start kommt.

Es ist wenig wahrscheinlich, dass der vierfache Prix d‘Amerique-Gewinner Jos Verbeeck zum Bärenkamp-Debüt seiner beiden Schützlinge Learco As (4. Rennen) und Lanfranco Tab (9. Rennen) heute Abend nach Dinslaken kommen wird, denn am Nachmittag finden in Vincennes einige hoch dotierte Rennen statt, in denen der Belgier mit einiger Sicherheit engagiert sein wird. Ebenso unwahrscheinlich ist, dass sich unter den Teilnehmern des Elf-Rennen-Programms irgendwelche Wunderpferde befinden.

Gleichwohl wird den Besuchern ein sportliches Programm geboten, das unter vielen Aspekten hoch interessant ist. Neben dem allwöchentlichen Duell der Profis um den „Goldhelm“ zwischen Michael Nimczyk und Roland Hülskath, aus dem die Luft angesichts von immer noch 21 Siegen Differenz und nur noch knapp sechs Wochen bis zum Saisonende allerdings ein bisschen heraus ist, steht an diesem letzten November-Renntag vor allem die Auseinandersetzung um den Titel „Pferd des Jahres“ sowie der vorletzte Wertungslauf im Dintrab-Cup der Rheinischen Post im Mittelpunkt des Interesses.

Vorsprung ausbauen

Der wie immer von Marisa Bock gesteuerte Bentley Sun kann im Preis der RP Duisburg seinen momentanen Vorteil auf zwei Punkte ausbauen. Voraussetzung ist natürlich ein Sieg über den laufgewaltigen Quick Du Vivier (Tom Kooyman), der bei seinem letzten Gastspiel auf dieser Bahn vor vier Wochen unsanft entzaubert worden war und seither eine Pause eingelegt hat. Watch this Diamond (Robbin Bot), die in der Vorwoche schon zum zweiten Mal in diesem Jahr eine gute Platzierung – im aktuellen Fall den zweiten Platz – durch eine nachträgliche Disqualifikation verlor, kann ebenfalls gewinnen, vor allem dann, wenn sich die beiden Favoriten frühzeitig zu bekämpfen beginnen. Dagegen müssen sich Vaudeville K (Reinier Feelders) und Take the Lead (Peter Poen) vermutlich mit Platzgeldern begnügen.

Sollte Bentley Sun seine Chance zum Ausbau der Führung nicht nutzen, kann Zenito Hanover (Gerrit Gommans) gleich im Anschluss mit dem Rivalen gleichziehen. Allerdings trifft der Wallach wieder einmal auf seinen alten Rivalen Don Kingswood (Frank Kelm). In der Jahresbilanz der beiden Pferde steht es 4:1 für den Siebenjährigen aus dem Gestüt Lindenhof, aber der Ehrenpunkt für Don Kingswood stammt vom letzten Aufeinandertreffen im Juni und könnte vielleicht eine Trendwende einleiten.

Im gleichen Rennen endete auch Jacky Brown (Ralf Künzel) zum einzigen Mal in zahlreichen Vergleichen vor Zenito Hanover, die Stute wird aber wohl in erster Linie ihr Augenmerk auf Rang drei richten müssen. Besser als die aktuelle Form ist der Holländer Urban Hanover (Stefan Schoonhoven), der zuletzt in Wolvega nach einem Startfehler ohne Chance war. Bleibt er in der verlangten Gangart, könnte er ganz gefährlich werden.

Bei den Amateuren steht gleich danach die vorletzte Wertung im -Dintrab-Cup der Rheinischen Post auf dem Programm. Obwohl Spitzenreiter Jörg Hafer dieses Mal nicht dabei ist, kann der Recklinghäuser Versicherungs-Makler das Geschehen vollkommen gelassen betrachten, denn seine unmittelbare Verfolgerin Anke Börnig muss gleichfalls aussetzen, und die derzeit auf Rang drei der Gesamtwertung rangierende Silvia Raspe kann selbst durch einen Sieg mit Utah Fortuna Hafer den Platz an der Sonne nicht streitig zu machen.

Favorit Trojan Kievitshof

Ganz ausgeschlossen ist ein solcher zwar nicht, denn der zuletzt Ende August auf dieser Bahn siegreiche Hengst zählt zu den Mitfavoriten des Rennens, wird sich allerdings schwer tun, den gleichfalls aus Holland anreisenden Trojan Kievitshof (Erik van den Bergh) zu bezwingen. Anwärter auf einen Rang im Vordertreffen sind ferner Rusty Columbus (Paul Kuhsträter), der Anfang Oktober in Hamburg unter Wert geschlagene Nimbus (Michaela Malberg) und der eine längere Pause beendende Nadi Tryst (Nicole Hildebrandt).

Quelle: RP

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