Fußball: Traumtor aus heiterem Himmel
VON HENDRIK GAASTERLAND - zuletzt aktualisiert: 01.12.2008Auf schwierigem Geläuf boten der SuS Dinslaken 09 und die TuS Fichte Lintfort ein schwaches Landesligaspiel. Ein unhaltbarer Schuss und ein Elfmeter in der Schlussphase sorgten aber dennoch zum 2:0 für den SuS 09.
Die Spuren der vorherigen Spiele war auf den ersten Blick dem Rasen der Bezirkssportanlage anzusehen. Tief und uneben war das Geläuf, auf dem der SuS Dinslaken 09 und die TuS Fichte Lintfort 90 Minuten um drei Punkte kämpften, am Ende sollten dabei die Gastgeber mit den Bedingungen besser zurecht kommen. 2:0 (0:0) gewann die Mannschaft von Trainer Dirk Kalthoff in einem insgesamt schwachen Landesligaspiel.
Die erste Halbzeit sollte ohne einzigen Höhepunkt verlaufen. Beide Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld, so dass auf beiden Seiten von den Stürmern rein gar nichts zu sehen war. Die 09er versuchten es dabei immer wieder mit langen Bällen in die Spitze, doch wegen der körperlichen Überlegenheit der Lintforter war dies das komplett falsche Angriffskonzept. „Das habe ich in der Halbzeit angesprochen. Der Gegner war ja immer zwei Köpfe größer als wir“, sagte Kalthoff, der nach dem Seitenwechsel ein Tor aus heiterem Himmel für seine Farben sah.
Platz acht als Ziel
Durch den Spielausfall des SV Sonsbeck kletterte der SuS 09 wieder auf den dritten Platz der Tabelle. „Damit hat wohl keiner vor der Saison gerechnet. Aber warum sollten wir jetzt nicht da oben bleiben? Unser Saisonziel soll es jetzt sein, unter den ersten Acht der Liga zu bleiben“, sagte Trainer Dirk Kalthoff.
Beide Treffer durch Kirstein
Und was für eins. Linksfuß Kevin Kirstein bewies einmal mehr seine starke Schusstechnik und aus 18 Metern schlug der Ball unhaltbar neben dem Pfosten ein. Ein erster Lichtblick in der Partie, die trotz der Führung der Hausherren nicht besser werden sollte. Ohne richtige Torgefahr zu erzeugen hatte fortan Lintfort mehr vom Spiel und der SuS suchte über Konter die Entscheidung. Doch auch das wollte nicht richtig klappen. Entweder kamen die letzten Pässe auf Admir Begic oder Ado Alagic nicht an, oder die Überzahlsituationen wurden nicht vernünftig ausgespielt. So musste erst die Routine des erfahrenen Hakan Isik her, der in der 89. Minute einen Elfmeter provozierte. Nicht jeder Schiedsrichter pfeift das Foul von Sezgin Demirci, doch Kirstein war es vom Punkt gleichgültig und schoss souverän ein.
Während die Spieler der TuS nach der Partie die Schuld für die Niederlage bei Schiedsrichterin Johanna Gesell suchten, gab Kalthoff in aller Ruhe seinen Kommentar zum Spiel ab: „Wir haben uns sehr schwer getan, aber der Gegner hat uns auch gut zugestellt und immer gut verschoben. Das erste Tor fiel wirklich aus heiterem Himmel und hat uns danach natürlich in die Karten gespielt. Es war wieder nicht schön, aber einmal mehr erfolgreich.“
SuS Dinslaken 09: Strewginski; Watterodt, Hermann, Michels, Aydin, Lesage, Aydin (90. Tafili), Proba (83. H. Isik), Begic (75. S. Isik), Baron, Kirstein.
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