Unterschied wie Tag und Nacht
VON SEBASTIAN MÜHLEIS - zuletzt aktualisiert: 09.09.2006Die Handballerinnen des TV Aldenrade kämpfen in der Oberliga ganz offen um den Aufstieg, während es für die SV 08/29 Friedrichsfeld vom ersten Spieltag an um den Klassenerhalt geht.
Vorteil für TVA?
Überraschend gab Topfavorit Mettmann-Sport wenige Tage vor Saisonbeginn den verletzungsbedingten Rücktritt von Rückraum-Hünin Stefanie Veermann bekannt. Chronische Achillessehnenbeschwerden sorgten für die Entscheidung. Mit der Ex-Bruckhausenerin fehlt MS eine wurfgewaltige Spielerin, was die Chancen der Walsumerinnen im Aufstiegsrennen der Oberliga erhöhen dürfte.
Die Macher des Oberliga-Spielplans sorgen direkt in den ersten Wochen der neuen Saison für Spannung pur: Während die Handballerinnen des TV Aldenrade die den Aufstieg in die Regionalliga anvisiert haben im ersten Spiel auf die HSG Nettetal treffen, die ebenfalls oben erwartet werden, und am zweiten Spieltag den anderen Topfavoriten Mettmann-Sport zu Gast haben, trifft die SV 08/29 Friedrichsfeld in den ersten vier Spielen auf drei potenzielle Konkurrenten im Abstiegskampf. Den Anfang macht die TG Hilgen, die bei den „Vereinigten“ zu Besuch ist.
Eine heim- und auch kampfstarke Truppe erwartet Heidi Kutsch vom TVA. Der Gegner hat sich mit der wurfgewaltigen Stephanie Gerits vom Zweitligisten Teutonia Riemke verstärkt, dürfte daher noch gefährlicher agieren als im Vorjahr, weshalb die Trainerin viel Arbeit für ihre Defensive erwartet. Neben der sicheren Abwehr gilt es für die Walsumerinnen im Angriff technische Fehler zu vermeiden, da diese durch die offensive und aggressive Deckung der Gastgeberinnen sonst zu einfachen Gegentreffern genutzt würden. „Es ist natürlich wichtig erfolgreich in die Saison zu starten. Wir müssen die zuletzt guten Leistungen bestätigen – und vor allem unsere Chancen nutzen“, spricht Kutsch noch einmal die große Schwachstelle des Vorjahres an.
Schlechte Erinnerungen
„Das ist eine heftige Aufgabe“, stöhnt indes Werner Hillig, Trainer der „Vereinigten“. Schließlich wurden die Hilgener in der letzten Saison mit starken Leistungen Fünfter und hätten gar noch mehr erreichen können. Und trotz vieler Abgänge sieht der Übungsleiter die TG nicht wie viele Experten als Abstiegskandidaten, ist sich aber dennoch bewusst, dass seine Mannschaft punkten muss: „Da beißt die Maus keinen Faden ab. Es wird zwar sehr schwer für uns, aber wenn wir nicht punkten stehen wir direkt wieder mit dem Rücken zur Wand.“ Über eine starke Defensiv- wie Torhüterleistung will Hillig zum Erfolg kommen – und will vor allem das Rückspiel der letzten Saison aus den Köpfen der Spielerinnen gelöscht wissen. Dort kassierte 08/29 mit 20:33 eine heftige Klatsche, nach der Andreas Kott das Handtuch warf und Hillig übernahm. Fehlen wird Miriam Schneider (Urlaub) ansonsten sind alle Spielerinnen fit und an Bord.
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