Fußball: Vom Löwen zum Zebra
VON TOBIAS KRZOSSA - zuletzt aktualisiert: 17.08.2010Manuel Schäffler stürmt in der kommenden Saison für den Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg. Mit dem TSV 1860 München einigten sich die Zebras auf eine Leihe über ein Jahr. Auf dem Feld will der 21-Jährige seinen Teamkollegen mit Toren weiterhelfen. In Lübeck hat er bereits getroffen.
Ungewohnt war der Weg des 21 Jahre alten Kickers Manuel Schäffler vom TSV 1860 München hin zum MSV Duisburg allemal. Während er sich mit den Löwen aus der Bayrischen Landeshauptstadt im Trainingslager in Österreich befand, einigten sich die Verantwortlichen der Zebras mit der obersten Etage der Münchener auf eine einjährige Leihe der Offensivkraft.
Von Östereich aus ging es für den 1,88 Meter großen Mittelstürmer zum medizinischen Check nach Duisburg, ehe er wieder die reise in Richtung Österreich ins Trainingslager des MSV antrat. Dort allerdings wurde der Neuling von seinen Mannschaftskameraden super aufgenommen. "Das war schon top. Ich wurde auf Anhieb angenommen und sofort ins Team integriert", beschreibt Schäffler seine ersten Stunden bei den Meiderichern.
"Der MSV hatte schon länger Interesse an mir gezeigt. Letztlich war es meine freie Entscheidung hier nach Duisburg zu kommen. Jetzt bin ich da und werde versuchen der Mannschaft zu helfen", erklärt der Rechtsfuß. Das Potenzial eine starke Saison zu spielen, dass sieht Schäffler bei den Zebras auf alle Fälle: "Die Qualität in der Mannschaft ist zweifelsohne vorhanden. Allerdings muss sich unser "junger Haufen" auch erst einmal zusammenfinden. In welchen Regionen wir dann im Endeffekt mitspielen werden, dass kann man erst nach den ersten zehn, elf Spielen sagen", weiß der Mann, der im Pokal in Lübeck das entscheidende zweite Tor machte..
Der MSV steht im Vordergrund
Ähnlich schätzt er die Lage in der gesamten, seiner Meinung nach sehr starken, zweiten Liga ein: "Echte Favoriten gibt es in so einer Liga nicht. So etwas stellt sich erst im Verlaufe der Saison heraus. Aber es ist natürlich klar, dass Bochum und Berlin alles dafür tun werden, sofort in die Bundesliga zurückzukehren", weiß Schäffler um die Qualität der beiden Absteiger. Wie sich die persönliche Zukunft des mehrfachen Junioren-Nationalstürmers entwickelt, dass stellt er zunächst einmal in den Hintergrund: "Im Moment zählt nur der MSV. Der Verein und seine Ziele stehen jetzt für mich im Vordergrund. Was danach kommt, kommt danach", findet sich Schäffler sofort mit seiner Aufgabe bei dem Duisburger Zweitligisten ab.
Gut angefangen hat das Kapitel in Duisburg für Manuel Schäffler bereits. Im Testspiel gegen den zypriotischen Erstligisten EN Paralimni, durfte sich der 21-jährige Kämpfer beim 5:1-Erfolg auf Anhieb in die Torschützenliste eintragen. "So einen Einstand wünscht man sich natürlich. Auf diese Weise darf es gerne weitergehen", freut sich Schäffler über sein Debüt im Dress der Zebras.
Bislang vier Tore in Liga 2
Für den Angreifer der in bislang 43 Zweitligabegegnungen immerhin vier Treffer auf der Habenseite verbuchen kann, wird es bei der Rückkehr in seine neue Heimat mitten im Ruhrpott erst einmal auf Wohnungssuche gehen. Denn, noch hatte der Kicker, der seine Fußballschuhe zum ersten Mal beim TSV Noorendeis schnürte, keine Gelegenheit sich nach einer Bleibe im Revier umzuschauen.
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