Willi will’s noch mal wissen
zuletzt aktualisiert: 08.09.2008Im März hat, Willi Rode, der Gewinner von beinahe 7000 Rennen, der das Derby als Fahrer zwei Mal (1984 mit Athos Duke und 1992 mit Rambo Corner) für sich entscheiden konnte, das 70. Lebensjahr vollendet. Nach den Statuten des Verbandes muss er damit am Ende des Jahres die Fahrleine aus der Hand legen, was der agile Recklinghäuser überhaupt nicht nachvollziehen kann und will.
Im Trainingszentrum Bladenhorst in Castrop-Rauxel trainiert der zweifache deutsche Champion mit seinem Team rund 30 Pferde, und das mit großem Erfolg. Natürlich ist Willi Rode aufgrund der Tatsache, dass zu diesem Team mit Thomas Panschow auch ein exzellenter Fahrer gehört, nur noch selten selbst im Wagen zu sehen, aber ab und zu juckt es ihn doch noch in den Fingern. Neben seinem internationalen Crack Japa‘s Dream steuert er vornehmlich die sechsjährige Stute Bibi S, die ihre Laufbahn erst vor gut einem Jahr begann. Die ursprünglich von ihren Besitzern betreute Prahler-Tochter kam dann im Winter nach Bladenhorst und bei 13 Starts gelangen ihr sechs Siege und fünf Platzierungen, meist auf den Rechtskursen in Gelsenkirchen und Berlin-Mariendorf, obwohl – so Willi Rode – man immer behauptet hat, sie hätte rechts herum Schwierigkeiten. Jetzt will es Willi also wissen und mit einem weiteren Vorurteil aufräumen, nämlich dem, dass die Linienführung am Bärenkamp mit den vergleichsweise engen Bögen ebenfalls ein Problem für Bibi S sei. Im „Preis der Evonik STEAG AG, Heizkraftwerk Dinslaken“ steht die frische Doppelsiegerin heute Abend – 18.30 Uhr – vor einer durchaus lösbaren Aufgabe.
Ebenfalls wissen will es der Erfolg gewohnte Bentley Sun. In der Vorwoche gaben Marisa Bock und der fünfjährige Wallach in einem dramatischen Rennen (bei einem der Teilnehmer brach die Sulkybrücke, woraufhin drei weitere angehalten werden mussten) der Konkurrenz einmal mehr das Nachsehen, feierten den neunten Jahressieg in Dinslaken (den elften insgesamt) und zogen im Wettbewerb um den Titel „Dinslakener Pferd des Jahres“ mit Zenito Hanover gleich. Im „Preis der Thyssen Schachtbau“ sollte Super Williams (Cees de Leeuw) der unbequemste Gegner sein.
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