MSV Duisburg: Das Trainer-Debüt
zuletzt aktualisiert: 07.11.2009Milan Sasic feiert Sonntagmittag gegen RW Ahlen seinen Einstand, aber das will er nicht überbewertet wissen. Die MSV-Mannschaft soll funktionieren und die Fans mit guter Leistung zufrieden stellen.
Das Spiel zwei nach Peter Neururer. Erst war Assistenztrainer Uwe Speidel beim Auswärtsmatch in Koblenz der Mann in der kurzfristigen Verantwortung, dann ging es mit der Neuverpflichtung von Milan Sasic schneller als angenommen. Am Sonntag feiert der Kroate sein Debüt: Aber das will er auf keinen Fall überbewertet wissen. "Es kommt darauf an, dass die Mannschaft funktioniert, ich bin da nicht so wichtig." Der Tabellenletzte Rot-Weiß Ahlen steht in der Arena vor der schweren Aufgabe, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen. Denn: Die von Sasic aufgebotenen Profis werden sich bewähren müssen. Sie werden sich mit erstklassiger Leistung anbieten müssen, bei dem kompromisslosen 51-jährigen Kroaten, der eins im Sinn hat. Die Zuschauer zufrieden zu stellen mit einem kampfkräftigen Team, das sich zerreißt für die Aufgabe, bis zum nächsten Mai alles zu geben für die immer noch vorhandene Chance, ganz nach vorne zu kommen.
Ohne Bernd Korzynietz
Sasic kann das Erfolgsteam von Koblenz morgen nicht präsentieren. Einleuchtender Grund: Bernd Korzynietz hat im Training einen Muskelfaserriss im Oberschenkel erlitten und fällt zunächst mindestens zwei Wochen aus. Das ist keineswegs im Sinne des neuen Trainers. Denn: Auf beiden Außenbahnen, die Korzynietz und Olivier Veignau besetzen, gibt es personellen Engpass. Auch hinter Chaftar Yankov steht ein Fragezeichen. Der Bulgare plagt sich mit der Erkältung.
Wer soll Korzynietz ersetzen? Wahrscheinlich Nicky Adler. Sasic will aber mit den Spielern sprechen, um nach gemeinschaftlicher Diskussion entscheiden. Das war in den ersten beiden Trainingstagen ohnehin zu anderen Themen der Fall, und die Aussprachen untereinander haben dem Kroaten imponiert. "Deshalb ist mein erster Eindruck überwiegend positiv", meinte der 51-Jährige, der offenbar den gemeinsamen Weg mit den Profis gehen und nicht den "Alleinherrscher" geben will. Auch die Arbeit mit dem Team habe ihm gefallen, meinte Sasic, der das Trainingsgelände an der Westender Straße lobte: "Eine tadellose Voraussetzung für gute Arbeit."
Dass der Trainer gestern kritisierte, kein Mensch habe ihn nach dem Gegner aus Ahlen befragt und deshalb sei er enttäuscht, stand bei der ersten Pressekonferenz vor einem Spiel im Raum. Allerdings: Jeder weiß, dass der Tabellenletzte ein schwierig zu spielendes Team sein wird, dass es Geduld verlangt, ihn auch zu bezwingen. Das festzustellen, braucht man keinen Trainer. Vom Ausgang hängt einiges ab. Sasic könnte zum guten Einstand drei Punkte bestens gebrauchen. Sie kööten die Stimmung erheblich anheben. Drittens stehen er und die Mannschaft wegen der Länderspielpause anschließend vor der Möglichkeit, sich besser kennen zu lernen.
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