MSV Duisburg: Der Hochgenuss-Fußballer
VON TOBIAS KNÜFERMANN - zuletzt aktualisiert: 09.07.2009Fünf Monate musste Chavdar Yankov aufgrund eines Mittelfußbruchs pausieren. Nun greift der Bulgare beim MSV an. "Wenn er in Form ist, wird er uns eine große Verstärkung sein", prophezeit Trainer Peter Neururer.
Fußball-Bundesliga, Saison 2005/06, 21. Spieltag, Abstiegskampf: Eintracht Frankfurt gegen Hannover 96. Beim Spielstand von 0:0 sind noch zehn Minuten zu spielen.
Da nimmt sich Chavdar Yankov ein Herz und haut den Ball aus gut und gerne 25 Metern in den rechten Torwinkel. Frankfurts Keeper Oka Nikolov schaut verdutzt drein. Erster Gratulant bei Yankov ist Hannovers Trainer Peter Neururer, der seinen Mittelfeldstrategen innig herzt. Knapp dreieinhalb Jahre später sind beide in Duisburg wieder vereint.
Der 25-jährige Bulgare ist Neururers Wunschspieler. Für die Fans der Zebras ist Yankov so etwas wie der Hoffnungsträger. Trotz Verletzungspech hält man beim MSV große Stücke auf den bulgarischen Nationalspieler: "Wenn Chavdar in Form ist, wird er für uns eine riesengroße Verstärkung sein. Er ist ein Hochgenuss-Fußballer", freut sich Neururer.
66 Bundesliga-Spiele hat Yankov für Hannover 96 absolviert und dabei sechs Treffer erzielt, für die Nationalmannschaft seines Landes spielte der aus der Jugend von Slawia Sofia stammende Mittelfeldspieler bislang 31 Mal. Neben Hannover 96 waren 2005 auch Olympique Marseille, der AC Florenz und Espanyol Barcelona am Bulgaren interessiert. Und das will was heißen.
Nach knapp fünf Monaten ohne Einsatz aufgrund eines Mittelfußbruchs lief Yankov am vergangenen Samstag zum ersten Mal im MSV-Dress auf. Beim Test gegen den Landesligisten Dinslaken 09 war er 45 Minuten am Ball: "Ich freue mich, endlich wieder Fußball spielen zu können", erzählt Yankov, der sich im offensiven Mittelfeld am Wohlsten fühlt: "Ich denke, dass ich mich schnell einfinden werde. Im Team steckt viel Potenzial, das habe ich schon bei den Trainingseinheiten gemerkt", so der Rechtsfuß, der von seinen neuen Teamkollegen "Chak" genannt wird.
Im Trainingslager am Wörthersee zieht der Bulgare voll mit, auch wenn nicht alles nach Wunsch läuft. Beim Test gegen Austria Kärnten leitete Chavdar das 0:2 mit einem Fehlpass ein: "Geärgert haben mich lediglich die Fehler bei den zwei Gegentoren", war Neururer wenig begeistert, wollte die Partie aber nicht überbewerten: "Diese Spiele sind da, um verschiedene Sachen zu testen. Mehr nicht."
Pünktlich in Velden angekommen sind gestern die frischgebackenen Europameister Sandro Wagner und Chinedu Ede, die heute (18.30 Uhr) beim Testspiel gegen ZSKA Sofia mit dabei sein werden. Wagner könnte dann im Sturm mit Testspieler Momar N'Diaye (FC Metz) auflaufen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum








