MSV Duisburg: Die Pflicht erfüllt
VON BERND BEMMANN - zuletzt aktualisiert: 25.04.2009Der MSV gewann die Begegnung Freitag in Ahlen verdient mit 2:0 durch Tore von Tararache und Adler. Trainer Neururer bleibt seit seines Amtsantritts auswärts ungeschlagen.
Peter Neururer präsentierte Freitag im ersten Spiel nach dem verpassten Aufstieg bei RW Ahlen beim Anpfiff die Mannschaft, auf die er im wesentlichen bauen will, wenn es im kommenden Spieljahr aufwärts gehen soll.
Bis auf die Innenverteidiger Markus Brzenska und Björn Schlicke haben alle Vertrag für die neue Saison. Also geht der Trainer davon aus, dass es dem Sportdirektor Bruno Hübner gelingen wird, beide Abwehrspieler über den 30. Juni hinaus zu verpflichten.
Apropos Hübner: Vereins-Chef Walter Hellmichs Aussage über die Weiterverpflichtung des Managers klang Freitag schon wieder eine Nuance anders als noch einen Tag zuvor bei der Pressekonferenz. Da hatte Hellmich davon gesprochen, die Personalie sei nur noch eine Formsache.
Freitagabend meinte er, man werde schon zueinander kommen. Zwischen den Zeilen war zu lesen, dass da wohl noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Schließlich muss der MSV sparen (siehe: "Personalie: Heiko Scholz" auf dieser Seite).
Das Spiel im Wersestadion begann für den MSV gut. Etwas mehr als eine Viertelstunde war gerade erst gespielt, als der MSV schon mit 2:0 führte. Nicky Adler war daran maßgeblich beteiligt. Erst ahndete der Schiedsrichter Adlers "Faller" im Duell mit Ahlens Wiemann mit Elfmeter, den Mihai Tararache bei seinem Comeback sicher verwandelte, dann fälschte Pelzer Adlers Schuss unhaltbar für Dirk Langerbein im Ahlener Tor ab.
Dirk Langerbein, Nils-Ole Book und Trainer Stefan Emmerling – alles ehemalige Duisburger. Book ist beim MSV noch für eine Saison unter Vertrag. Dass die Hinpartie mit 1:0 für Ahlen endete, war übrigens der Genickschlag in einer miesen Gesamtstimmung für den dann entlassenen Trainer Rudi Bommer. In Fürth saß dann Heikio Scholz auf der Bank, für den jetzt freilich das "Aus" kam. Die Fürther sind der nächste MSV-Gegner in der Arena ist. So kann's gehen in den Geschäft.
Tom Starke wird die 19. Minute nicht vergessen, als er im Luftkampf mit Kittner eine Rippenprellung erlitt und danach gegen den Schweizer Marcel Herzog ausgetauscht werden musste. Aber den Wechsel vollzog der Trainer ziemlich gelassen. Schließlich spielte es keine Rolle mehr, wer zwischen den Pfosten stand.
Auch Björn Schlicke war im Pech, als er die Handkante von Wiemann – allerdings ungewollt – an der Nase schmerzhaft zu spüren bekam. Gordon Schildenfeld durfte ran. Auch er ist ausgeliehen. Und wird notgedungen noch gebraucht. Dorge Kouemaha und Mihai Tararache sahen die fünfte gelbe Karte und sind beide gesperrt gegen die Fürther. Da auch Kapitän Ivica Grlic ausfällt, wird's eng.
Das Spiel in Ahlen plätscherte dahin. Fazit: Unter Peter Neururer bleibt das Team auwärts immer noch ungeschlagen. Dass der 2:0-Sieg hoch verdient war, darüber waren sich beide Trainer einig. "Bei einer klaren 2:0-Führung muss man aber anders auftreten", kritisierte Neururer. Nämlich besser.
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