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MSV Duisburg: Drittes Spiel – dritte Pleite

VON BERND BEMMANN - zuletzt aktualisiert: 18.02.2012

MSV Duisburg (RP). Der MSV Duisburg hat auch das dritte Spiel im neuen Jahr verloren. Gegen den FC St. Pauli unterlag die Elf von Trainer Oliver Reck mit 0:1 (0:1). Den Siegtreffer für die Hamburger erzielte Fabian Boll bereits in der 21. Minute. MSV-Mittelfeldspieler Goran Sukalo musste kurzfristig passen.

Die Hamburger waren einen Kopf größer. Hier verliert der eingewechselte MSV-Kapitän Srdjan Baljak (rechts) ein Kopfballduell gegen St. Paulis Innenverteidiger Markus Thorandt. Foto: Christoph Reichwein
Die Hamburger waren einen Kopf größer. Hier verliert der eingewechselte MSV-Kapitän Srdjan Baljak (rechts) ein Kopfballduell gegen St. Paulis Innenverteidiger Markus Thorandt. Foto: Christoph Reichwein

Das dritte Spiel im neuen Jahr - die dritte Niederlage. Das 0:1 gegen den Hamburger Tabellenführer war wieder ein Tiefschlag besonderer Qualität. Denn es musste nicht sein, dass Oliver Reck und das Team erneut mit leeren Händen dastanden nach dem Schlusspfiff eines wenig aufregenden Spiels vor 15 117 Zuschauern in der Schauinsland-Arena. Der wenig ideenreiche Hamburger Analyst mag aus seiner Sicht texten, der FC St. Pauli habe solide gearbeitet und einen "Arbeitssieg" ohne spektakuläre Leistung eingefahren. Aber der Dreier war ohne Glanz und geriet in der zweiten Halbzeit durchaus in Gefahr, als die Zebras nach dem furiosen Start der Norddeutschen später das Heft in die Hand nahmen, aber daran scheiterten, dass es wieder nicht zu einem Tor reichte. Vor der Pause hatten die Hansestädter das Geschehen klar diktiert und durch Polizeikommissar Fabian Boll (21.) den Siegtreffer per Kopf erzielt.

Die Schreckensbilanz mit null Pluspunkten aus den drei Spielen sorgt für tiefe Sorgenfalten bei den MSV-Verantwortlichen. Und weil der Karlsruher SC als Konkurrenz die Bommer-Truppe aus Cottbus mit 2:0 nach Hause schickte und dabei wertvollen Boden gutmachte, muss die MSV-Situation als noch schwieriger eingestuft werden. Die Lage im Keller der Liga ist mittlerweile übersichtlich. Von Platz 12 bis runter zu den Rostockern gibt's reichlich Brandherde. Oliver Reck meinte - nicht einmal zu sehr enttäuscht - er persönlich, also privat, habe keine Sorgen, die mache er sich lediglich, weil die Mannschaft erfolglos ins neue Jahr gestartet sei. "Wir müssen noch enger zusammen rücken, noch mehr arbeiten - und das werden wir auch tun." Unter dem Strich nach der gestrigen Partie bleibt der Schluss: Reck und die Seinen müssen kräftig klotzen, um aus dem Loch zu kommen, in dem sie stecken.

Aber: Die Zebras haben sich noch längst nicht aufgegeben. Sie haben dem neuen Tabellenführer in der zweiten Halbzeit einen Kampf mindestens auf Augenhöhe geliefert. Mit Jula, Baljak und den Neuzugängen Zahorski und Jevtic brachte der Trainer alle Stürmer, die ihm zur Verfügung standen, der Effekt freilich blieb aus. Wer weiß, wie das Spiel gelaufen wäre, wenn Emil Jula schon nach zehn Minuten frei stehend das 1:0 geglückt wäre. "Immer diese Rückstände", stöhnte der Trainer. In der Tat: Gegen Frankfurt und in Rostock gerieten die Zebras auch ins Hintertreffen.

Das entscheidende Tor brachte Oliver Reck allerdings schon etwas in Rage. Bolls Kopfball aus vielleicht zwei Metern Entfernung hätte Felix Wiedwald mit einem Schritt des Herauslaufens verhindern können, außerdem war der Hamburger Kopfballschütze von Branimir Bajic nicht abgesichert worden. "Dabei haben wir die Standards im Training noch geübt", war Reck fassungslos.

Quelle: RP


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