MSV Duisburg: Ein Blick in die Fremde kann sich durchaus lohnen
zuletzt aktualisiert: 22.02.2010Der Duisburger im Allgemeinen und der MSV-Fan im Besonderen gilt ja als ungemein kritisch und kaltschultrig, wenn der Erfolg ausbleibt. Da lohnen dann Beobachtungen in der Fremde.
Die Fans der Arminia pfiffen ihre Kicker nach 20 schlechten Minuten das erste Mal aus und schickten die Truppe mit lauter Dissonanz in die Kabine. Nach dem Spiel forderte der eine oder andere den Kopf von Trainer Gerstner und der Weg der Kicker zur Fankurve missriet als Spießrutenlauf. Wohl gemerkt: Bielefeld hatte die beiden Spiele vor dem Freitag auf der Alm gewonnen und findet sich in der Tabelle auf Rang vier vergleichsweise gut positioniert wieder.
Der Ostwestfale gönnt mithin seinem Team keinesfalls mehr Liebe, als es der gemeine Duisburger tut. Es wird halt überall nur der Sieg gefeiert. Immerhin, es gab auch pädagogisch Wertvolles zu beobachten.
Ein Fan der Armina baute sich ärgerlich mit seinem Sohn vor dem Spielerausgang auf. Dann besann er sich seiner Vaterrolle und sagte: "Du bist ja mit hier, da will ich nicht rumpöbeln." Und trollte sich friedlich. Da kann man mal sehen, welche Wirkung es hat, eine Uni mit einer bekannten erziehungswissenschaftlichen Fakultät zu besitzen.
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