MSV Duisburg: Ein Ruck zu mehr Kreativität
zuletzt aktualisiert: 02.11.2009 - 17:38Nach Informationen unserer Redaktion wird Milan Sasic neuer Cheftrainer beim MSV Duisburg. Er soll noch in dieser Woche der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Cheftrainer weg, Interimscoach erfolgreich, der neue Mann in den Startlöchern, Team, Sportdirektor und Vereinsboss zufrieden. So geht das manchmal, wenn man aus der Krise muss. Beim MSV jedenfalls ist das eingetreten, was sich die Chefs gewünscht haben und was sie mit der Aktion des Trainerwechsels bezweckt haben.
Neururer beurlaubt, sein Assistent Uwe Speidel in Zusammenarbeit mit Bruno Hübner erfolgreich ins kalte Wasser geworfen, und vor dem Sonntag-Heimspiel gegen den Tabellenletzten LR Ahlen wird wohl Milan Sasic als neuer Hoffnungsträger präsentiert. Liest sich einfach, ist aber mit einer Portion Glück gepflastert.
Die Gründe für das Umlegen des Schalters hin zum Positiven hat natürlich auch andere Gründe. Als da wären:
Der schwache und einfallslose Gegner TuS Koblenz war geradezu maßgeschneidert für die angeschlagenen Zebras, die vorgestern zum genau richtigen Zeitpunkt leichtes Spiel hatten, den Tabellensechzehnten zu "zerlegen".
Die neue Taktik: Mit zwei Sechsern (Tiago, Bodzek) trug die defensivere Variante dazu bei, dass es ein Mehr an Kompaktheit und Sicherheit gab.
Die neuen Leute. Es waren nur zwei, aber Bruno Soares (für den kranken Björn Schlicke) und Tiago (für den offensiven Yankov) als ein Bollwerk im Mittelfeld neben Adam Bodzek füllten das Kontingent an Brasilianern auf drei auf, und sie machten ihre Sache ordentlich.
Das frühe Tor. Dass Sören Larsen trotz Zehenverletzung schon das fünfte Tor erzielte, und das schon in der 8. Minute, war Gold wert. Es ebnete den Weg zu Selbstvertrauen und innerer Sicherheit. Am Ende hätten sieben, acht Tore fallen können.
Die verbesserte Spielfreude. Dadurch ging innerhalb der Mannschaft ein Ruck hin zu mehr Kreativität, die durch die drei tollen Treffer hinreichend belegt wurden.
Die fachlichen Überlegungen von Uwe Speidel, der, wie man so schön sagt, alles richtig machte und mit dem Dreier die Basis dafür legte, dass es tiefes Luftholen gab. Chef Walter Hellmich schritt nach dem Spiel durch den Kabinengang und ließ sich lediglich entlocken: "Das war wichtig."
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