MSV Duisburg: Garant für saubere Arbeit
VON BERND BEMMANN - zuletzt aktualisiert: 07.07.2009Frank Fahrenhorst gilt als Musterprofi. Der frühere Nationalspieler soll beim MSV Markus Brzenska ersetzen und sprüht nur so vor Tatendrang. "Er will es unbedingt wissen", sagt Trainer Peter Neururer.
Frank Fahrenhorst findet bei den Fans etwas mehr Beachtung. Schließlich hat sein Namen einen guten Klang. Der zweifache Nationalspieler unter dem damaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann gilt als Musterprofi. Der Abwehrspieler ist prädestiniert für saubere Arbeit, die er vor dem eigenen Tor verrichtet.
Er ist der erste Neuzugang beim MSV. Sein Transfer aus Hannover stand schon lange fest. Und dass Frank Fahrenhorst in Duisburg landete, kommt nicht von ungefähr. Er trifft beim MSV auf seinen Mentor Peter Neururer, unter dem er bereits beim VfL Bochum und kurzzeitig bei Hannover 96 spielte.
Neururer ist fest davon überzeugt, dass der 31-jährige Abwehrspieler eine feste Stütze der schon in der vergangenen Saison sicheren Duisburger Abwehr wird. Dass private Bande den Ausschlag für den Wechsel gaben, liegt auf der Hand. Fahrenhorst für den nach Cottbus transferierten Markus Brzenka – Sportdirektor Hübner hätten liebend gerne beide Strategen in der Mannschaft gesehen.
Zur Person
Frank Fahrenhorst wurde am 24. September 1977 in Kamen geboren. In der Jugend spielte er für den VfK Nordbögge, die SpVgg. Bönnen, die Hammer SpVg. und den Vfl Bochum. Beim Duisburger Revier-Nachbarn schaffte er 1996 den Sprung in den Profi-Kader.
2004 folgte der Wechsel zu Werder Bremen. Im selben Jahr lief Fahrenhorst für die deutsche Nationalmannschaft in Freundschaftsspielen gegen Österreich und Brasilien auf. Zudem kam er in seiner Bremer Zeit zu insgesamt acht Einsätzen in der Champions League.
Neururer soll auch nicht gerade glücklich gewesen sein über die frischen Gedanken, die sich Brzenska gemacht haben wird. Aber der 54-Jährige kennt das Geschäft wie aus der Westentasche, überraschen wird ihn nichts mehr. Also auch der Weggang von Brzenska nicht.
Fahrenhorst spielte von 1996 bis 2004 in der ersten und zweiten Bundesliga für den VfL Bochum. Danach wechselte er zu Werder Bremen. Seit August 2006 stand er bei Hannover 96 unter Vertrag und erhielt für seinen Wechsel eine halbe Millionen Euro Entschädigung von Werder Bremen.
Im Tausch für Fahrenhorst wechselte Per Mertesacker zu Werder. Fahrenhorst bestritt 68 Spiele für die Niedersachsen und war für sie bis zum 14. März am Ball. Dann warf ihn ein Faserriss in der Bauchmuskulatur aus der Bahn.
Beim MSV hat der ablösefreie Fahrenhorst einen Vertrag bis 2011 unterschrieben. Immerhin absolvierte er unter Jürgen Klinsmann zwei Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft. Seinen Einstieg gab er am 18. August 2004 beim 3:1-Erfolg in Wien gegen Österreich.
Für die darauffolgenden Turniere wurde Fahrenhorst allerdings nicht mehr berücksichtigt. Für sein Engagement in Duisburg, vielleicht das letzte in seiner Karriere, hat sich Fahrenhorst viel vorgenommen. "Er will es unbedingt wissen,", sagt der Peter Neururer, der große Stücke auf ihn hält.
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