MSV Duisburg: Gleich ein Knaller
VON BERND BEMMANN - zuletzt aktualisiert: 14.08.2009Die Zebras erwarten Freitagabend zur Bundesliga-Zeit Erstliga-Absteiger Energie Cottbus zum spannenden Vergleich. Ein Höhepunkt: Das Duell Wagner gegen Brzenska. Auch interessant: Die Stadtwerke sind mit im Boot
Es ist natürlich ein dankbares Medienthema. Sie haben zusammen gelacht, waren gemeinsam enttäuscht nach Leistungen ohne Glanz und Gloria, sie sind im Training mal hart aufeinander geprallt und sind anschließend friedlich zum Essen gegangen: Sandro Wagner und Markus Brzenska sind in der vergangenen Saison Freunde geworden bei der gemeinsamen Arbeit. Und sie spielen heute gegeneinander. Ein Duell, das dem MSV-Spitzenspiel am Abend gegen den Bundesliga-Absteiger aus dem Osten die rechte Würze verleiht.
"Sandro muss sich steigern"
Wagner, an dem der belgische Meister FC Brügge interessiert ist, ist in dieser Woche öfter mal gefragt worden, wie er denn den Zweikampf mit Brzenska einschätzt. Wichtig für den zweifachen Torschützen von Frankfurt war im Wesentlichen nur, dass "ich mich auf Freitag freue". Für Peter Neururer ist es ein hoch brisantes Duell, das den Beteiligten bevor steht. Für seinen Schützling hat er noch den Hinweis, dass er sich gut vorstellen könne, "dass Sandro eine starke Partie spielt", also auch gegen den Ex-Dortmunder bestehen kann. Neururer: "Wer Tore für uns schießt, ist mir völlig egal, aber wenn Sandro in jedem Match zwei Mal trifft, dann kann es mir nur recht sein." Selbstverständlich weiß der Fachmann, dass es nicht so kommen wird. Aber: "Er hat noch viel mehr Potenzial und muss sich noch steigern", sagt er, auf die Möglichkeiten des Langen angesprochen. Auch der 54-Jährige sieht dem heutigen Duell mit Spannung entgegen.
Yankov putzmunter
Aber es heißt ja längst nicht nur Wagner gegen Brzenska. Es geht für beide Mannschaften darum, den ordentlichen Start in die neue Spielzeit zu zementieren. Der MSV begann in Frankfurt mit dem Auswärtssieg schon mal zufrieden stellend, und Energie hatte zum Auftakt beim 3:1 gegen Geheimfavorit FC Augsburg ebenfalls gute Karten.
Peter Neururer sieht keinen Grund, den zuletzt erfolgreichen Kader zu ändern. Auch der bulgarische Nationalspieler Chaftar Yankov, der am Mittwoch gegen Lettland (1:0) eine Halbzeit lange spielte, steht putzmunter zur Verfügung. Der Trainer schickt die erste Elf in der Frankfurter Besetzung ins Rennen, danach ist Caiuby als Auswechselspieler erste Wahl.
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