MSV Duisburg: MSV morgen ohne Fünf
VON BERND BEMMANN - zuletzt aktualisiert: 11.02.2012MSV Duisburg (RP). Jetzt stehen für das morgige Spiel in Rostock auch noch Srdjan Baljak und Maurice Exslager nicht zur Verfügung – damit erhöht sich die Zahl der Ausfälle ziemlich.
Goran Sukalo hat die lange Busfahrt gestern nach Rostock doch mitgemacht. Der 30-Jährige konnte nach seiner Viruserkrankung wieder ins Training einsteigen. Also gibt es Hoffnung, dass er morgen in dem richtungsweisenden Spiel beim Schlusslicht eingesetzt werden kann. Der routinierte "Sechser" dürfte auch gebraucht werden, wenn der MSV heute in der Hansestadt bei Minusgraden auf hart gefrorenem Boden versuchen muss, die durch die Heimniederlage zuletzt wieder misslicher gewordene Situation zu verbessern
Fünf Spieler fehlen
Ein Ausfall des Defensivspielers hätte Trainer Oliver Reck nicht in den ausgearbeiteten Plan gepasst. Mit Markus Bollmann, Flamur Kastrati und Billy Pliatsikas fehlen ihm schon drei Spieler. Zwei gesellten sich gestern dazu: Srdjan Baljak fällt wegen einer Grippe ebenso aus wie Maurice Exslaker, den Muskelbeschwerden im Oberschenkel quälen. Der MSV also ohne Fünf – trotzdem sagt der Trainer: "Da müssen wir durch, wir haben Alternativen in einer guten Mannschaft." Bei einem Blick in die untere Hälfte der Tabelle kann man darüber allerdings nachdenken.
Es hilft nichts, die Zebras sind dazu vom 46-jährigen Übungsleiter aufgefordert, das Rostocker Stadion mit zumindest einem Punkt im Gepäck zu verlassen. Das kann auch gelingen. Knapp vier Monate liegt der bisher einzige Hansa-Saisonsieg zurück. Damals gab es ein 2:0 ausgerechnet gegen München 1860, den aktuellen Tabellensechsten. Die Hoffnung auf eine Wende besteht, aber der neue Trainer Wolfgang Wolf hat sie als Nachfolger vom Kollegen Peter Vollmann nicht geschafft. Die Hansa ist so tief gesunken wie in 20 Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit nicht. Tabellenletzter waren die Ostdeutschen nicht einmal im Abstiegsjahr 2010. Seitdem ging es steil bergab. Angriffs-und Zweikampfschwächen taten sich auf.
Drohendes Unheil
Aber Achtung! Angeschlagene Gegner, die um die vielleicht letzte Möglichkeit kämpfen, das drohende Unheil doch noch abzuwenden, sind trotz mancher Schwäche gefährlich. Allerdings fehlt Hansa-Kapitän Sebastian Pelzer, der zuletzt beim 1:2 in Bochum zum fünften Mal Gelb gesehen hat.
Beim MSV hat sich trotz der Niederlage gegen den FSV Frankfurt Zuversicht breitgemacht. Vor allem der spielerisch ansprechende Start gegen die Hessen machte Mut. Wenn es morgen nur gelänge, die sich bietenden Chancen auch in Treffer umzumünzen. Der gegen den FSV unglückliche Daniel Brosinski: "Ich hoffe, dass ich diesmal vielleicht mit einem Tor helfen kann. Aber Hauptsache, wir fahren mit drei Punkten nach Hause." Und Oliver Reck ergänzt: "Wir haben Spieler, die mutig Akzente setzen können. Das wollen wir auch in Rostock tun."
Deshalb hat der Coach in dieser Trainingswoche auch noch einmal viel Wert auf den Torabschluss gelegt. Mal sehen, ob es Nutzen bringt.
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