MSV Duisburg: MSV zurück im Aufstiegsrennen
VON HERMANN KEWITZ - zuletzt aktualisiert: 20.02.2010 - 10:00Trainer Milan Sasic und die MSV-Mannschaft sorgten mit dem 2:1-Sieg in Bielefeld für gute Laune bei den mitgereisten Fans. Srdan Baljak mit einem Traumtor und der Bielefelder Feick ins eigene Tor waren dafür verantwortlich.
Der MSV erntete auf der Alm ganz dicke Kartoffeln. Der 2:1 (1:0)-Erfolg über die Bielefelder Arminia vor 13.400 Zuschauern in der Schüco-Arena erhält die Hoffnung, vielleicht doch den Relegationsplatz zu erklimmen. Im vierten Spiel der Serie gegen die Mitbewerber im Rennen um die besten Plätze bescherte den Sieg, den Trainer Saisic als glücklich einschätzte, der ihn aber auch sagen lässt: „Jetzt ist wieder alles realistisch.” Der MSV trug zum ersten Mal Grün. Die Farbe hat nun Symbolcharakter. Mal abwarten was „Platzhirsch” Augsburg heute in Rostock macht.
Grün ist die Hoffnung
Auf der Alm bleibt der MSV auch weiter ohne Sünde. Im neunten Pflichtspiel bei der Arminia blieben die Zebras ungeschlagen. Es bedurfte einer Mordsportion Dusel, um den so wichtigen Dreier in die Scheuer zu fahren. In der 79. Minute, als der Gast zu einem seiner wenigen erfolgversprechenden Konter aufbrach, geschah es.
Christian Tiffert stand ganz allein vor dem Tor. Da verließ ihn den Mut. Statt selbst den Abschluss zu suchen, wollte er den Ball auf den eingewechselten Kevin Schindler passen. Zum Glück spritzte Bielefelds Arne Feick dazwischen und kickte die Kugel zum 2:1 ins eigene Tor. War es beim 1:1 am Montag noch schwer zu sehen, ob Lauterns Rodnei oder Duisburgs Baljak dem Ball über die Linie half, gab es gestern keine Zweifel. Frau Fortuna hatte dem MSV im rechten Moment zugezwinkert, nachdem sie wenige Minuten zuvor Ivo Grlic die kalte Schulter gezeigt hatte. Der satten Schuss des eifrig bemühten Mittelfeldmannes landete nur an der Querlatte.
Lattenschuss von Grlic
Da wollte man schon um den MSV fürchten, der stark angefangen, dann aber auch stark nachgelassen hatte. Der erste wirklich schöne Angriff führte zum 1:0 durch Srdjan Baljack, der zugleich arbeitet und trifft. Tiffert hatte zuvor Caiuby bedient, der gönnte sich erst einen Übersteiger und bediente dann Srdjan Baljak (9.). Kurz und trocken knallte der Serbe den Ball unter die Latte. Die frühe Führung verhalf dem MSV vielleicht nicht zu einem ruhigen und klugen Aufbauspiel. Aber, der Treffer fuhr der Arminia wie ein böser Schreck in die Beine. Manchmal muss man selbst gar nicht gut sein.
Es reicht, wenn der Gegner schlecht ist. Erst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit bekam Tom Starke den Ball zum ersten Mal in Händen. Nein, vor diesen Arminen mussten sich selbst schreckhafte Kleinkinder nicht fürchten. Schade allein, dass der MSV den Gunst des Augenblicks nicht nutzte, um für eine Vorentscheidung zu sorgen. Mit mehr Mut wäre da viel mehr möglich gewesen. Das rächte sich vorübergehend. Für den angeschlagenen Mihai Tararache, quasi unsichtbar aber souverän auf der linken Außenverteidiger-Position, kam, Andersen ins Team. Veigneau harmonierte auf seinem linken Stammplatz mit dem taktisch vollkommen ungeschulten Caiuby so gar nicht. Plötzlich flackerten Feuerchen im MSV-Strafraum. Ein Freistoß von Delura köpfte André Mijatovic (57.) zum jetzt verdienten Ausgleich ein. Erst danach zeigte der MSV wieder mehr Initiative. Spät, aber zum richtigen Zeitpunkt. Pech für Tiago: Der Brasilianer ist im nächsten Heimspiel gelbgesperr
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