MSV Duisburg: Perfekt: Milan Sasic neuer MSV-Trainer
VON BERND BEMMANN - zuletzt aktualisiert: 02.11.2009 - 19:48Ganze vier Tage brauchte die Vereinsspitze des MSV Duisburg, um den Nachfolger für den beurlaubten Peter Neururer (54) als Trainer des Zweitliga-Tabellenachten zu finden.
Der drei Jahre jüngere Milan Sasic wird am Dienstagmittag in der Arena vorgestellt. Der Kroate unterschrieb einen Vertrag bis 2011. Er wird zuvor an der Westender Straße im nördlichen Stadtteil Meiderich zum ersten Mal das Training der Zebras leiten, die sich durch den 3:0-Erfolg bei der TuS Koblenz am letzten Sonntag selbst aus einer kritischen Situation gerettet hatten.
„Wir freuen uns, den absoluten Wunschtrainer bekommen zu haben. Sasic bringt alles mit, was wir uns für eine erfolgreiche Zusammenarbeit vorstellen ”, freute sich der Aufsichtsratsvorsitzende Walter Hellmich.
„Milan Sasic hat bewiesen, das Optimale aus einer Mannschaft herausholen zu können. Er lebt Disziplin vor, kennt die Zweite Liga und besitzt ausgesprochenen Sachverstand. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm”, erklärte Sportdirektor Bruno Hübner, der den Kroaten seit langem kennt und schätzt. Sasic eilt der Ruf eines „harten Hundes” voraus.
Disziplin hat für ihn oberste Priorität. Sasic hatte noch am Nachmittag den bis zum Saisonende in Kaiserslautern befristeten Vertrag aufgelöst. Das war kein Problem, „weil wir im ständigen Kontakt standen”, meinte er. „Ich danke den MSV-Verantwortlichen für ihr Vertrauen in meine Person. Vertrauen verpflichtet natürlich auch. Daher werden wir alle zusammen alles versuchen, um unsere Ziele zu erreichen”, sagte Milan Sasic.
Der 51-Jährige rettete in der vergangenen Saison den in Schieflage geratenen 1. FC Kaiserslautern vor dem Absturz in die Anonymität der dritten Klasse. Zu Beginn dieser Spielzeit aber funktionierte die Zusammenarbeit mit FCK-Boss Stefan Kuntz nicht mehr.
Das für viele überraschende Aus war die logische Konsequenz. Christian Tiffert, der den kranken Kapitän Björn Schlicke in Koblenz ersetzte, hofft nach der perfekten Personalie, „dass jetzt Ruhe im Umfeld und sportliche Konstanz im Team einkehrt”.
Beides hatte der Routinier zuletzt vermisst. „Eine Mischung aus beidem”, wünscht er sich. Die Mannschaft kann am Sonntag gegen den Tabellenletzten Ahlen weiter dafür sorgen, dass sich die zuletzt aufgetürmten Wellen glätten.
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