MSV Duisburg: Rehabilitation in Hessen?
VON BERND BEMMANN UND TOBIAS KNÜFERMANN - zuletzt aktualisiert: 03.07.2009Der MSV beginnt die neue Saison beim FSV Frankfurt, danach gibt es in der Arena beim ersten Heimspiel gleich einen Knaller. Bundesliga-Absteiger Energie Cottbus kommt dann.
Die Erinnerungen sind nicht gerade leuchtender Natur. Beim FSV Frankfurt zeigte die Mannschaft von Trainer Peter Neururer auf der Zielgeraden der vergangenen Saison nicht gerade ihr freundliches Gesicht beim enttäuschenden 0:0, das auch ein paar Hoffnungen kostete in Richtung Aufstieg.
Jetzt kommt es am ersten Spieltag der neuen Saison wieder zum Duell mit dem gastgebenden FSV. Da kann die Mannschaft schon wieder gutmachen, was sie damals versäumte – und mit einem Auswärtssieg gleich für neue Euphorie bei den Fans sorgen. Das erste Heimspiel gerät dann schon zu einem "Kracher", wenn Bundesliga-Absteiger Energie Cottbus in der Arena erscheint.
Vorbereitung läuft
Erst einmal beginnt freilich die Vorbereitung, der Priorität zukommt. Gestern weilte die Truppe ganztägig in der Sportklinik Duisburg zur Leistungsdiagnostik, am Samstag steht bereits das erste Freundschaftsspiel bei Dinslaken 09 (15 Uhr) auf dem Terminplan. Dann geht es für acht Tage ins österreichische Trainingslager nach Velden am Wörthersee mit den Tests gegen Austria Kärnten, ZSKA Sofia und Sparta Prag.
Für viel Ärger sorgen die Tschechen um den Stürmer David Strihavka. Nach Meinung von Sportdirektor Bruno Hübner handelt es sich deutlich um einen Vertragsbruch.
"Dann holen wir eben einen anderen", gab sich Walter Hellmich gewohnt gelassen, ohne vielleicht zu ahnen, wie viele Arbeit dahinter steckt, einen "anderen" Stürmer zu verpflichten. Das Beispiel Strihavka steht als Beispiel. Peter Neururer zeigte sich außerdem total verärgert und sprach von Klagen gegenüber Viktoria Pilsen.
Weiter ungewiss
Die Zukunft von U21-Europameister Änis Ben-Hatira ist im Übrigen weiter offen. Der MSV würde den Offensivspieler des Hamburger SV gerne noch für eine weitere Saison ausleihen.
"Mit Dietmar Beiersdorfer war ich diesbezüglich schon sehr weit, aber aufgrund der Entwicklungen beim HSV fangen wir da wieder fast bei Null an", sagte MSV-Sportdirektor Bruno Hübner, der nach einem Gespräch mit HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann anfügte: "Am Wochenende wird die Hamburger Vereinsführung mit dem Spieler reden und danach werden wir weitersehen. Wir haben Hoffnung."
Neben den zwei Samstag-Partien (13.00 Uhr) gehen drei Spiele an den Freitagen (18.00 Uhr/mögliche Ausnahme: eine Partie 20.30 Uhr) und Sonntagen (13.30 Uhr) über die Bühne. Montags (20.15 Uhr) findet wie gewohnt ein Match statt.
Der 34. Spieltag steht am 9. Mai auf dem Programm, die Relegationspartien mit dem Bundesliga-Drittletzten am 13. und 16. Mai. Die DFL erwartet da wieder reizvolle Auseinandersetzungen: "Die Einführung der Relegation war ein voller Erfolg." Von den Aufsteigern dürfte Fortuna Düsseldorf für gute Besucherzahlen sorgen, so auch Ende August, wenn die Meier-Schützlinge in der MSV-Arena aufschlagen.
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