MSV Duisburg: Sahans Ausgleichstreffer
VON BERND BEMMANN - zuletzt aktualisiert: 21.01.2011 - 21:40Der MSV spielte gestern in Ingolstadt unter dem sonstigen Niveau, hatte in der zweiten Halbzeit viel Glück, musste einem Rückstand hinterher laufen und erreichte letztlich ein etwas glückliches 1:1-Unentschieden.
Benno Möhlmann ruderte zurück. Solch ein „Gelaber“ bringe ja nichts, meinte der Trainer des FC Ingolstadt. Sein Gegenüber Milan Sasic hatte zuvor erklärt, die Mannschaft aus der Audi-Stadt habe starke Qualität. Eine durchaus hohe Wertschätzung des in der Winterpause personell verstärkten Möhlmann-Teams also. Ob der MSV-Coach die Rolle deshalb an die Süddeutschen übertragen wollte? „Quatsch“, meinte Möhlmann kurz und bündig. Nach den 90 Minuten war das ohnehin kein Thema mehr. Man trennte sich schiedlich-friedlich 1:1.
Nach den vielen Verletzungen hatte es zuvor Probleme beim MSV gegeben. Im Training hatte Stürmer Manuel Schäffler Verteidiger Julian Koch ziemlich rustikal böse verletzt. Die Konsequenz: Koch fiel gestern Abend aus, ist auch für das Pokalspiel nächsten Mittwoch fraglich, Kern rückte auf der rechten Seite auf, Schäffler flog wegen des Vorfalls aus dem Kader, Olivier Veigneau avancierte zum Kapitän. Goran Sukalo und Sefa Yilmaz waren wenigstens fit und konnten spielen. Aber die Ersatzbank war ausgesprochen dünn besetzt.
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Tore: 1:0 Buddle (76.), 1:1 Sahan (86.)
Zuschauer: 4300
Beim Gegner hatte der Pole Wichniarek offenbar Rückenprobleme verschwiegen, er war nicht mit von der Partie. Eine Variante, sich beim neuen Arbeitgeber beliebt zu machen. Die größte Chance in der ersten Halbzeit bot sich Goran Sukalo, der eine Maßflanke von Benjamin Kern aus drei Metern so unplatziert köpfte, dass FCI-Keeper Kirschstein relativ mühelos retten konnte. Da hatte der Pulk der mitgereisten Fans schon den Torjubel auf den Lippen. Sportdirektor Bruno Hübner meinte, Sukalo hätte gegen die Laufrichtung des Torwart vollenden müssen.
Das war nach 32 Minuten, sonst passierte kaum Nennenswertes. Es war ein schwaches Spiel mit wenig Höhepunkten. Bei Ingolstadt war spürbar, dass die Mannschaft sich erst noch finden muss nach der Neuausrichtung. Der MSV hatte optische Vorteile, blieb freilich blass. Die Frage war, welche der beiden Teams nach der Pause die taktische „Handbremse“ lockern würde. Die Gastgeber waren es in erster Linie, die davon Gebrauch machten. Chancen für sie gab es durchaus, und das war nicht unbedingt dazu angetan, der MSV-Abwehr ein sattelfestes Zeugnis auszustellen.
Immerhin, David Yelldell wurde kaum einer ernsthaften Prüfung unterzogen. Bis zur 76. Minute, dann legte der ziemlich müde wirkende Stefan Maierhofer nach einer Ecke dem Torschützen Buddle zum 1:0 unfreiwillig auf. Es dauerte bis vier Minuten vor Schluss, als Olcay Sahan der glückliche Ausgleich gelang. IFC-Spieler Karl hatte gewissermaßen die „Vorarbeit“ geleistet.
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