MSV Duisburg: "Schöne, schwere Aufgabe"
VON BERND BEMMANN - zuletzt aktualisiert: 23.02.2012MSV Duisburg (RP). In der Hinrunde feierte der MSV gegen Dynamo Dresden einen 3:0-Heimsieg. Im Glücksgas-Stadion soll am Freitag zumindest die Niederlagen-Serie reißen. "Die Mannschaft soll Signale senden", fordert Trainer Reck.
Die Zeiten, als sich Dynamo Dresden und der MSV als Bundesligisten gegenüber standen, gehören fast in die "Steinzeit". Zwei Jahrzehnte sind seitdem vergangen. Im altehrwürdigen Rudolf-Harbig-Stadion war der ehemalige Vorzeige-Verein der DDR beheimatet, und dem älteren MSVer ist noch gut in Erinnerung, dass die Dresdner Fans wie ein Mann hinter ihrem "Dünaaamo" standen.
Die Ostdeutschen haben sich im "bezahlten" Fußball der zweiten Liga seit dieser Saison durchaus geräuschvoll zurückgemeldet. In neuer Umgebung hat der ostdeutsche Aufsteiger bereits einige Male auf sich aufmerksam gemacht und befindet sich auf dem besten Weg, den Klassenverbleib und damit ein großes Ziel zu verwirklichen. Platz zehn und bereits sieben Erfolge sprechen für sich. Die Heimbilanz von 5-3-3 sagt zumindest aus, dass es in der neuen schmucken "Glücksgas"-Arena nicht einfach ist, die Punkte zu entführen.
Der MSV ist also gewarnt. Die Partie morgen Abend vor gewiss attraktiver Kulisse wird sicherlich schwerer als jene zurückliegende in Rostock. Nach den drei Niederlagen im neuen Jahr würde ein Unentschieden schon als Erfolgserlebnis gewertet, das für einen Ruck nach vorne sorgen könnte für die "angeschlagene" Mannschaft, die ganz dringend Punkte braucht. "Uns erwartet eine schöne, schwere Aufgabe", blickt Trainer Oliver Reck voraus.
Damit meint er, dass die Zebras vor vielleicht 20 000 Zuschauern oder mehr den Beweis antreten können, doch mehr zu können als der Tabellenplatz es auszusagen vermag. "Schön" deshalb, weil es für einen Fußballer immer reizvoll sei, vor vollem Stadion zu spielen. "Die Mannschaft soll Signale senden", fordert der 46-Jährige, "Signale eben, dass sie als Mannschaft funktioniert". Während des Trainings gestern habe es "Klick" gemacht, alle wären mit noch gesteigertem Ehrgeiz bei der Sache gewesen.
Oliver Reck betont zurückblickend, das Team habe nur ein "richtig schwaches "Spiel" gemacht und das sei in Rostock passiert. "Die anderen beiden haben wir auch verloren, aber da war immerhin etwas an Substanz erkennbar", meint Reck, der weiter auf Markus Bollmann verzichten muss, sich aber in der "guten Lage" sieht, diesmal auch Spieler daheim lassen zu müssen. "Der Kader ist komplett." Goran Sukalo ist also auch wieder fit und einsatzbereit. Der Sechser hatte zuletzt mit seiner Routine arg gefehlt.
Neun Pflichtspiele wurden bislang zwischen Zebras und Dynamos ausgetragen, die Bilanz ergibt ein Plus für den MSV. Vier Partien konnten die Zebras gewinnen, in zwei Spielen ging Dresden als Sieger vom Platz. In Dresden gelang dem MSV ein Sieg: Am 13. August 1993 entschied Peter Közle das Bundesliga-Duell mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 85. Minute für die Zebras. Das Hinspiel in dieser Saison wurde 3:0 gewonnen.
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