MSV Duisburg: Selbstvertrauen und Mut
VON BERND BEMMANN - zuletzt aktualisiert: 08.02.2012MSV Duisburg (RP). Damit nennt MSV-Trainer Oliver Reck wichtige Faktoren als Voraussetzung, die herausgespielten guten Chancen auch effektiv umzusetzen / Sonntag in Rostock brennt der Baum – trotz der Minusgrade.
Eiskalter Wind fegt über das freie Gelände an der Westender Straße. Minus sieben Grad. Da denkt man unwillkürlich ans warme Wohnzimmer. Gleich kommen aber dick vermummte Zebras zum Training. "Zu üben, um weiter daran zu arbeiten", gibt Rainer Oliver Reck die Devise aus. Die Chancenverwertung ist noch mal ein tragendes Generalthema, weil eben davon viel abhängen kann (siehe das Frankfurt-Spiel letzten Freitag).
Der 46-Jährige betont erneut, dass die Mannschaft beim zurück liegenden Spiel gegen die Hessen die erste Viertelstunde dazu nutzte, den Fans zu zeigen: Hi, wir können ja doch noch Fußball spielen. Wirklich gute Kombinationen, aber eben kein Tor – daran haperte es gewaltig. "Selbstvertrauen und Mut", nennt der Trainer wichtige Faktoren als Voraussetzung, die herausgespielten guten Möglichkeiten effektiv umzusetzen. "Ich fordere die Spieler immer wieder auf, aufs Tor zu schießen", sagt Reck. Aber die Schüsse vom letzten Freitag waren viel zu hoch angesetzt oder wurden aber ein "Opfer" der schlechten Platzverhältnisse. Standfestigkeit war da besonders gefragt, besonders beim Torschuss.
Beispiel Daniel Brosinski. Den Stürmer nahm Reck ausdrücklich in Schutz. In den Spielen zuvor hätte es ja wie nach Wunsch geklappt bei ihm, aber gegen den FSV war er der größte Pechvogel, der ehrlich genug war, die Niederlage auf seine Kappe zu nehmen. "In der Vorbereitung war er stets treffsicher", sagt Reck. Gegen Frankfurt war er das nicht, aber das kann sich schnell ändern. Möglichst schon am Sonntag in Rostock beim Gang zum Tabellenletzten.
Da steht ein Spiel von außergewöhnlicher Bedeutung an. Für die Ostdeutschen ist es vielleicht die letzte Chance, in diesem für sie so eminent wichtigen Heimspiel etwas mehr Anschluss nach oben zu finden. Und der MSV braucht dringend mehr Abstand zu der stark gefährdeten Zone. Deshalb richtet sich Reck mit dem Team darauf ein, dass in Rostock die "Luft brennt", trotz der Minusgrade. Da müsse die Mannschaft unbedingt punkten, fordert Reck.
Mit Dzemal Berberovic kehrt der zuletzt gesperrte Verteidiger zurück, aber nach wie vor fallen Flamur Kastrati, Billy Pliatsikas und Markus Bollmann aus. Bollmann kann nächste Woche daran denken, verschärft ins Training einzusteigen. Kastrati braucht noch viel Geduld. Neuzugang Tomasz Zahorski steht auf dem Sprung: "Ein guter Junge", so Recks erster Eindruck.
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