MSV Duisburg: Topfit für Düsseldorf
VON BERND BEMMANN - zuletzt aktualisiert: 28.08.2009Die Vorstellung war beeindruckender Art. Für die paar Zaungäste an der Westender Straße bei herrlichem Wetter war schnell und klar ersichtlich: Die "Zebras" sind topfit.
Die Jungs in den kurzen Hosen hatten gerade demonstriert, warum ihre Trainer davon schwärmen, dass die konditionell aus vollem Akku schöpfen können, was im übrigen auch der erforderlichen Normalität entspricht. Die Einheit: Ausdauerläufe, Liegestütze, Dehnübungen, dann in umgekehrter Reihenfolge. Nach zwei freien Tagen eine Schweiß treibende Arbeit.
Aber sie muss sein. "Wenn wir in der Liga oben mitspielen wollen, müssen wir klotzen", sagt Christian Tiffert. Und Bernd Korzynietz ergänzt: "Es kommen womöglich auch mal schlechtere Tage, da müssen alle an ihre Grenzen gehen." Bis Montag ist genügend Zeit der Vorbereitung. Dann geht es ins Nachbarschaftsderby gegen den Aufsteiger aus Düsseldorf.
Peter Neururer kann bis jetzt insgesamt zufrieden sein
Gut abgestimmtes Training, bei dem keine Langeweile aufkommt, keine Verletzungen, vier Mal wahrscheinlich die selbe Aufstellung – Peter Neururer kann nach einer vollauf gelungenen Vorbereitung insgesamt zufrieden sein mit dem Ist-Zustand. Wenn dann noch ein Dreier gelingen könnte gegen den "engagierten Neuling" (Tiffert), dann wäre der Start in diese Saison fast voll und ganz gelungen. Das 2:2 gegen Energie Cottbus in der Arena wird da schnell verdrängt.
Acht Punkte aus vier Spielen – das ist des Trainers Ziel. Neururer: "Dann hätten wir uns bei diesem schweren Startprogramm in den oberen Tabellenregionen festgesetzt." Und in dem positiven Fall könnte das Team voller Selbstvertrauen die schwere Aufgabe darauf am Pfälzer Fußball-Berg in Angriff nehmen.
Norbert Meiers engagierte Aufsteiger-Truppe
Freilich, erst einmal geht es gegen Norbert Meiers Aufsteiger-Truppe aus der Landeshauptstadt. Der Trainer hat dort mit beharrlicher Arbeit das möglich gemacht, von dem die vielen Fortuna Anhänger lange, lange geträumt haben. Die Enttäuschung, dass es Fortuna wieder mal nicht geschafft hat, ist der Euphorie des Aufstiegs gewichen. Endlich! Und auch die Mannschaft weiß, was sie vor allem Haus in der Nachbarschaft zu leisten imstande ist. Der Pokalknüller gegen den HSV ist noch in Erinnerung.
Allerdings, die Liga spielt ein anderes Spiel. Peter Neururer: "Natürlich sind wir Favorit, aber wir dürfen die Fortuna auf keinen Fall unterschätzen." Das wird niemand tun. Was der Trainer bei allen Terminen ansprach, ist die Fan-Unterstützung. Von einem "Auswärtsspiel" gegen eine Düsseldorfer Übermacht hegt der 54-Jährige Verdacht, aber so weit wird es wohl nicht kommen.
Rückkehrer Christian Weber, der erst ein gutes Jahr weg ist, spricht von einem "ersten Härtetest" der Düsseldorfer. Weber, der mit ehemaligen Kollegen immer noch freundschaftlich verbunden ist, freut sich auf Montag. Mit Christian Tiffert, Björn Schicke oder mit Tobias Willi aus der gemeinsamen Zeit am Innenhafen, versteht sich der wieder in Duisburg wohnhafte Rechtsverteidiger immer noch gut. Dass Norbert Meier daran gearbeitet hat, Weber die Rückkehr zu ermöglichen, hat gute Gründe. Schließlich war der Profi Stammspieler und beliebt beim Trainer. "Ich bin gespannt, wie wir uns beim MSV verkaufen", blickt er auf Montag voraus.
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