MSV Duisburg: Verletzungsmisere: Chance für den Nachwuchs
zuletzt aktualisiert: 19.11.2009 - 13:12Es wäre angesichts der personellen Situation gar nicht mal verwunderlich, wenn der MSV das nächste Meisterschaftsspiel in Fürth verlieren würde. Wer kann schon derart viele Ausfälle relativ wichtiger Spieler verkraften?
Milan Sasic braucht Zeit, damit einige von ihnen gesund zurück kehren. Aber die hat der Neururer-Nachfolger kaum. Denn der Druck, an Boden zu gewinnen, lässt keine unrealistische Hoffnungen zu. Die nackte Wahrheit ist nun mal, dass Sandro Wagner, Sören Larsen, Bernd Korzynietz, Mihai Tararache, Adam Bodzek und nun auch noch Frank Fahrenhorst ausfallen, zudem ist der Einsatz von Kapitän Björn Schlicke im Playmobilstadion noch nicht.
Deswegen bestritt der Rest des Teams am Mittwoch ein internes Trainingsmatch gegen die eigene U 23. Milan Sasic wollte sich schlau machen, wer von der Youngstern mitfahren kann nach Fürth. Die mit Talenten aufgestockten Profis siegten 6:1.Zu allem Unglück verletzte sich auch noch Frank Fahrenhorst. Bereits nach elf Minuten musste der Abwehrspieler nach einem Zusammenprall vom Platz. Diagnose: Außenband-Teilriss, mehrere Wochen Pause.
Um überhaupt einen 18er-Kader voll zu bekommen, muss der Kroate auf den Nachwuchs zurückgreifen. Die Zeit, da die Profis Jahr für Jahr Blutauffrischung erhielten, liegt schon lange zurück. Die Worms, Seligers, Schneiders oder Notthoffs gibt es schon lange nicht mehr. Matthias Tietz (19), Sven Theißen (21) oder Kevin Grund (23) führen die Liste der Youngster an. Alon Abelski und Tanju Öztürk stehen Gewehr bei Fuß.
Der letzte Spieler, der aufrückte, war Adam Bodzek. Kevin Grund, beruflich bei Ex-Nationalspieler Michael Bella in der Lehre, ist bereits in dem Alter, in dem der Durchbruch eigentlich längst geschafft sein müsste. Sie mit den herausragenden Talenten früherer Zeit zu vergleichen, verbietet sich.
Wie es heißt, soll der beurlaubte Trainer nicht ein Spiel der U23 gesehen haben. Milan Sasic, der über Neururer und dessen Arbeit nicht sprechen will, verschaffte sich mit dem Trainingsspielchen wenigstens einen Überblick. Was er mit der Verletzung Fahrenhorsts erlebte, machte ihn aber nicht glücklicher.
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