MSV Duisburg: Vom "Löwen" zum "Zebra"
VON TOBIAS KRZOSSA - zuletzt aktualisiert: 25.08.2010Manuel Schäffler stürmt in der neuen Saison für den MSV. Mit dem TSV 1860 München einigten sich die Zebras auf eine Leihe über ein Jahr. Auf dem Feld will der 21-Jährige seinen Teamkollegen mit Toren weiterhelfen.
Ungewöhnlich war der Weg des 21 Jahre alten Manuel Schäfflers vom TSV 1860 München hin zum MSV allemal. Während er sich seinerzeit mit den "Löwen" aus der bayerischen Landeshauptstadt im Trainingslager in Österreich befand, einigte sich Sportdirektor Bruno Hübner mit der obersten Etage der Münchener auf eine einjährige Ausleihe der Offensivkraft. Von Österreich aus ging es für den 1,88 Meter großen Mittelstürmer zum medizinischen Check nach Duisburg, ehe er wieder die Reise in Richtung MSV-Trainingslager antrat.
Gut aufgenommen
Beim MSV wurde der Neuling von seinen neuen Mannschaftskollegen super aufgenommen. "Das war schon top. Ich wurde auf Anhieb angenommen und sofort ins Team integriert", beschreibt Schäffler seine ersten Stunden bei den Meiderichern. "Der MSV hatte schon länger Interesse an mir gezeigt. Letztlich war es meine Entscheidung, nach Duisburg zu kommen. Jetzt bin ich da und werde versuchen, der Mannschaft zu helfen", erklärt der Rechtsfuß.
Potenzial ist vorhanden
Das Potenzial, eine starke Saison zu spielen, das sieht Schäffler auf alle Fälle: "Die Qualität in der Mannschaft ist zweifelsohne vorhanden. Allerdings muss sich unser junger Haufen auch erst einmal zusammenfinden. In welchen Regionen wir dann im Endeffekt mitspielen werden, das kann man vielleicht erst nach den ersten zehn, elf Spielen sagen", glaubt er. Der Saisonstart sei freilich gelungen. Das 2:0 in Lübeck und das 3:1 in Osnabrück hätten für viel Selbstvertrauen gesorgt.
Der MSV steht im Vordergrund
Schäffler schätzt die Lage in der seiner Meinung nach sehr starken zweiten Liga ein: "Echte Favoriten gibt es nicht. Sowas stellt sich erst im Verlaufe der Saison heraus. Aber es ist natürlich klar, dass Bochum und Berlin alles dafür tun werden, sofort in die Bundesliga zurückzukehren", stuft er die Qualität der beiden Absteiger aus dem Fußballoberhaus ein. Wie sich die persönliche Zukunft des mehrfachen Junioren-Nationalstürmers entwickelt, stellt er zunächst einmal in den Hintergrund: "Jetzt zählt nur der MSV. Der Verein und seine Ziele stehen jetzt für mich im Vordergrund. Was danach kommt, kommt danach", blickt Schäffler voraus.
Tor zum Einstand
Gut angefangen hatte das Kapitel MSV für Manuel Schäffler bereits. Im Testspiel gegen den zypriotischen Erstligisten EN Paralimni durfte sich der 21-jährige Kämpfer beim 5:1-Erfolg auf Anhieb in die Torschützenliste eintragen. "So einen Einstand wünscht man sich natürlich. Auf diese Weise darf es gerne weitergehen", freut sich Schäffler über sein Debüt im Zebradress.
Für den Angreifer, der in bislang 43 Zweitliga-Begegnungen vier Treffer verbuchen kann, ging es bei der Rückkehr in seine neue Heimat mitten im Ruhrpott erst einmal auf Wohnungssuche. Beim Start in Osnabrück hockte er erstmal auf der Ersatzbank, kam nach 66 Minuten für Stefan Maierhofer, konnte sich aber in der überlegen spielenden Duisburger Mannschaft nicht wie erhofft eindrucksvoll in Szene setzen.
Auch Manuel Schäffler muss um einen Platz im Team kämpfen. Das wusste er vorher, den Kampf will er auch annehmen. Und gewinnen. Sonst hätte er das Unternehmen MSV gar nicht erst in Angriff nehmen müssen. Gegen die Münchener "Löwen" will er möglichst schon einen Schritt weiter sein. Am 11. September gibt es in der Schauinsland-Arena bereits ein Wiedersehen mit der ehemaligen Mannschaft.
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