MSV Duisburg: Wieder Berg-und Talfahrt?
VON BERND BEMMANN - zuletzt aktualisiert: 02.05.2009Das Hinspiel im Fürther Playmobilstadion hatte alles, was ein Spitzenspiel ausmacht. Die Spielvereinigung hofft auf eine Wiederholung, wenn beide Teams am Montag das Rückspiel bestreiten.
Das Hinspiel im Playmobilstadion. Eine Begegnung der besonderen Art. Und es weckt traurige Erinnerungen. Ein Spiel, das man so schnell nicht vergisst. Eine Berg-und Talfahrt gewissermaßen. Ein gewisser Heiko Scholz saß damals auf der Bank. Für den zuvor entlassenen Rudi Bommer. Das Fass war nach der Niederlage gegen Ahlen für ihn übergelaufen.
Seriöse Arbeit
Heiko Scholz muss sich jetzt auch einen neuen Arbeitgeber suchen. Nach Jahren seriöser Arbeit wird er nicht mehr beschäftigt. Sein auslaufender Vertrag wurde als erste Sparmaßnahme eines Vereins ohne große finanzielle Möglichkeiten nicht verlängert. Das ist bitter für "Scholle", dessen Mentalität aber so gelagert ist, dass "ich schon was Neues finde".
Die Fakten zum Spiel
MSV - Greuther Fürth (Mo., 20.15 Uhr): Duisburg kehrte mit dem jüngsten 2:0 in Ahlen nach zuvor vier Begegnungen ohne Sieg in die Erfolgsspur zurück. Fürth konnte nur das letzte seiner bislang sieben ausgetragenen Zweitliga-Auswärtsspiele in Duisburg gewinnen (2:0 am 11. März 2007).
Für Scholz gibt es in der kommenden Saison keinen Nachfolger. Cheftrainer Peter Neururer muss mit dem Personal arbeiten, was "übrig" bleibt. Sportdirektor Bruno Hübner, der den ihm angebotenen Vertrag immer noch nicht unterschrieben hat, erklärte die Notsituation nach Absprache mit dem Präsidenten.
Doch noch verloren
Heiko Scholz hatte die MSV-Mannschaft in Fürth mal wieder als Notnagel gecoacht, hätte sich bei einer klaren 3:1-Führung gelassen zurück lehnen können, musste aber mit ansehen, wie sie noch mit 3:4 verlor. Das war eigentlich nicht zu fassen, gemessen am Spielverlauf der damals besseren Einheit. Danach machte er Peter Neururer Platz, der bei seinem Debüt in der Arena gegen den Neuling aus Frankfurt mit einer blassen Nullnummer die erste Enttäuschung erlebte.
Der mittlerweile 54-jährige Trainer hat sich von der bewegten Story im Playmobilstadion erzählen lassen und blickt auf Montag voraus: "Fürth kommt als Tabellenzweiter – das wird ein heißer Tanz." Aber seine Mannschaft will sich auf der Zielgeraden so teuer wie möglich verkaufen. "Wir dürfen uns nicht hängen lassen, das sind wir den Fans und uns selbst schuldig", meint Verteidiger Bernd Korzynietz, einer der Leistungsträger.
Apropos 54. Neururer hatte am letzten Sonntag Geburtstag und spendierte in der Woche darauf Pizza für die Mannschaft. Die Stimmung soll dabei sehr gelöst gewesen sein.
Mit Starke und Schlicke
Die in Ahlen verletzten Björn Schlicke (Nase) und Tom Starke (Beckenprellung) können nach Lage der Dinge am Montagabend spielen. Beide sind im Training. Wer aber ersetzt die gesperrten Dorge Kouemaha und Mihai Tararache? Neururer gehen die Alternativen aus, weil auch Kapitän Ivo Grlic wegen einer Knieverletzung fehlen wird. Christian Tiffert und Adam Bodzek sind erste Wahl fürs Mittelfeld. Wahrscheinlich rückt Cedric Makiadi wieder auf. Sicher ist das noch nicht – wie der Spielausgang.
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