MSV Duisburg: "Wir haben uns stabilisiert"
VON BERND BEMMANN - zuletzt aktualisiert: 03.02.2012MSV Duisburg (RP). Das behauptet Kevin Wolze – wie sehr, das wird man am Freitag Abend sehen, wenn der MSV um 18 Uhr das erste Meisterschaftsspiel des neuen Jahres gegen den FSV Frankfurt bestreitet.
Es wird frostig am Freitag Abend in der Schauinsland-Arena. Oliver Reck und seine Mannschaft müssen sich auch warm anziehen, wenn es gegen Benno Möhlmanns FSV Frankfurt geht. Bis minus 15 Grad sind angesagt und Pressechef Martin Haltermann kündigte schon mal an, er werde heute "auf keinen Fall im Anzug" erscheinen. Wärmendes ist Trumpf. Und ob die Zebras den geneigten Fans ein heißes Spiel bieten können, steht auf einem anderen Blatt. In der Vorausschau war jedenfalls bei der obligatorischen Pressebesprechung erstmal vom Eiskalt-Hoch "Cooper" und seinem Nachfolger "Dieter" die Rede, die arktische Temperaturen und schneidenen Wind im Gepäck haben.
"Den Benno kenne ich bestens, das ist ein erfahrener Trainer, der weiß, wie die zweite Liga tickt", sagt Reck über seinen Kollegen, der beim FSV für den entlassenen Kollegen Boysen eingesprungen ist und in dem Ruf steht, ein "Feuerwehrmann" zu sein, der dort löscht, wo es am meisten brennt. Mit dem SV Ingolstadt war der Routinier in der Hinrunde schon MSV-Gegner, kennt den Gegner von heute also ziemlich genau.
Einer, der sich besondere Hoffnungen auf einen guten Start in den verbleibenden Rest der Meisterschaft macht, ist Kevin Wolze. Der Linksfuß startete im neuen (Zebra-) Trikot im letzten Sommer erstaunlich gut, erzielte zum Auftakt in Karlsruhe gar beide Tore, fiel aber leistungsmäßig zurück, was beim Rückblick als Beleg für die stark nachlassende Mannschaft dienen konnte. "Hauptsache, wir kommen schnell raus da unten, dann können wir uns noch einiges vornehmen", meint er.
"Luft nach unten" gebe es bereits, aber da sei noch mehr möglich, so seine Erwartung. Der MSV könne eine gute Rückrunde spielen, vor allem dann, wenn die ersten Begegnungen erfolgreich gestaltet würden, blickt der 21-jährige Wolze realistisch voraus. "Wir haben uns als Mannschaft stabilisiert, stehen hinten sicherer, das sind die Gründe für einen Aufwärtstrend," so Wolze. Der im Übrigen mit sich und dem Verlauf der Saison ganz zufrieden ist.
Oliver Reck verteilt im Rückblick auf die Vorbereitung eine gute Note an die Mannschaft, die seiner Meinung nach "viel investiert" habe und stets "wach" gewesen sein. Die Einstellung der Spieler habe hundertprozentig gestimmt, das sei nicht immer der Fall gewesen.
Reck will sich nicht auf einen Tabellenplatz oder eine zu erreichende Punktzahl festlegen, auch er denkt daran, die etwas gefährliche Zone nach unten so schnell wie möglich zu verlassen. Da käme ein Sieg heute gegen die Hessen gerade recht. Mit Emil Jula, dem genesenen Srdjan Baljak, vielleicht dem Neuzugang Tomasz Zachorski und Nachwuchsmann Maurice Exslager gibt es Alternativen und womöglich einen frischen Wind in der Offensive. Gemeint ist aber nicht der aus dem Osten. Der ist uns zu kalt.
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