MSV Duisburg: Zebras gehen die Spieler aus
VON BERND BEMMANN - zuletzt aktualisiert: 18.11.2009 - 16:43Die Vorzeichen vor der Partie am Sonntag bei Greuther Fürth sind denkbar schlecht. „Es hat uns hart erwischt”, sagt Milan Sasic, der am Mittwoch nur mit 13 Profis trainieren konnte.
Kein November-Grau über dem schmucken Trainingscenter in Meiderich. Aber für Trainer Milan Sasic gab’s gestern keine erhellende Momente. Vor dem schweren Auswärtsspiel bei der SpVg Greuther Fürth haben sich die personellen Lücken keineswegs gefüllt. 13 Profis plus Nachwuchsakteure aus der zweiten Mannschaft waren am Ball - das ist eine deutliche Sprache.
Auch Bodzek und Tararache fallen aus
Man könnte auch sagen: Beim MSV befinden sie sich in einer spektakulären Notsituation. „Es hat uns hart erwischt”, sagt Trainer Milan Sasic, der aber ansonsten nicht den Eindruck hinterlässt, als würde ihn die Situation umwerfen. Sören Larsen, Bernd Korzynietz, Adam Bodzek und Mihai Tararache fallen für den kommenden Sonntag aus, Sandro Wagner und das man darf nicht vergessen fehlt bis zum Februar wegen seiner Kreuzband-Verletzung. Und hinter Kapitän Björn Schlicke (Einblutung) steht ein dickes Fragezeichen.Larsen und Korzynietz leiden nach wie vor unter den Nachwirkungen der Muskelfaserrisse und geben nur in der Reha Gas.
Budenzauber
Am 2. Januar 2010 nimmt der MSV am Harder13 Cup in der Mannheimer SAP-Arena teil. Die vierte Auflage dieses Hallenturniers ist gut besetzt. Neben dem MSV sind die Bundesligisten Eintracht Frankfurt und SC Freiburg, die Zweitligisten Karlsruher SC und 1. FC Kaiserslautern und der Regionalligist Waldhof Mannheim am Start.
"Gegen Ahlen um den Ausgleich gebettelt"
Bodzeks Sprunggelenksblessur bedarf weiter der intensiven Pflege. Weil auch Mihai Tararache fehlt, ist die Liste der Ausfälle beachtlich lang. Änis Ben-Hatira und Christian Tiffert sind wenigstens wieder im Kreis des ansonsten dezimierten Teams. Das gilt auch für Chavdar Yankov, der von den Länderspielen zurück ist.Die Angst geht um beim Zweitligisten. Die Sorge, entscheidend zurück geworfen zu werden, geht um. So merkt man das vor allem auf dem Platz.
„Gegen Ahlen hat die Mannschaft um den Ausgleich geradezu gebettelt”, sagt Sasic. Da fehlte vor allem das Selbstvertrauen. Der Kroate will nicht in die Kritik über einzelne Spieler einsteigen, aber wenn er sagt, dass beispielsweise Änis Ben-Hatira zu seinen derzeit Besten zählt, dann wird der Notstand offenbar. Der Junge ist gewiss ein Talent, das aber die Last der Verantwortung nicht alleine tragen kann. „Was wir brauchen, sind die verletzten Spieler”, betont Sasic.Am kommenden Sonntag ausgerechnet Fürth. Da war doch was.
Richtig: Der damalige Co-Trainer Heiko Scholz musste nach der Entlassung Rudi Bommers als Chetrainer vor fast exakt einem Jahr wieder mal einspringen und schöpfte nach der 3:1-Führung im Playmobil-Stadion frischen Mut damals im November 2008, als den Fürthern bei einem furiosen Schlussspurt und MSV-Fehlern noch ein 4:3-Sieg gelang. Früher gab es nach einem Duisburger 0:3-Rückstand in einem ebenso kuriosen Spiel noch einen 5:3-Sieg. Am 20. Oktober 2006 war das. Also ist da immer einiges los, wenn die beiden Mannschaften aufeinander treffen. Am Sonntag wäre man schon froh, wenn es halbwegs gut geht. Sasic: „Alle zur Verfügung stehenden Spieler sind in der Verantwortung.”
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