Duisburg: 1001 Tanz im Westen
zuletzt aktualisiert: 21.11.2007Duisburg (RPO). Leyla Jouvana über das 15. orientalische Tanzfestival – diesmal in Rheinhausen und Homberg.
Am Freitag startet das Orientalische Tanzfestival im Duisburger Westen. Mit 4000 Besuchern und 1000 Workshop-Teilnehmern rechnet Veranstalterin Leyla Jouvana. Annika Matheis sprach mit der 39-Jährigen, die gemeinsam mit ihrem Mann ein Tanzstudio betreibt, über das Festival, die Kunst des Bauchtanzes und die Befreiung von Vorurteilen.
Frau Jouvana, was erwartet die Besucher ab dem 23. November?
Jouvana Wir feiern ein Jubiläum, denn das Tanzfestival findet bereits zum 15. Mal statt. Angefangen haben wir damals mit nur einer Show. In diesem Jahr gibt es alleine fünf Shows, dazu bieten wir bis zum 2. Dezember täglich Tanz-Workshops in unserem Zentrum für Orientalischen Tanz an der Claubergstraße an. Auch ein Messeprogramm mit über 40 Ausstellern erwartet die Besucher. Unsere Teilnehmer und Gäste fliegen aus der ganzen Welt ein und versprechen ganz viel Unterhaltung.
Am 24. November feiern Sie eine Premiere.
Jouvana Richtig, denn dann veranstalten wir in der Glückaufhalle in Homberg einen Wettbewerb, um den besten „Bellydancer (Bellydance ist ein anderes Wort für Bauchtanz) of the World“ zu küren. Etwa 200 Contestanten haben sich dafür bereits angemeldet. Die Gewinner können dann nicht nur bei den Show-Galas am 1. und 2. Dezember auftreten, sie sind dann auch weltweit gefragt, wenn sie den Titel „Bellydancer of the World“ tragen.
Sie selbst haben sich ebenfalls ganz dem orientalischen Tanz verschrieben...
Jouvana Gemeinsam mit meinem Mann bin ich nahezu jedes Wochenende unterwegs, mitunter auf allen Kontinenten. Ich kann sagen: Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Es ist zwar manchmal anstrengend, aber es macht einfach Spaß. Trotz der vielen Reisen aber unterrichten wir regelmäßig in der Woche von Montags bis Donnerstags in unserem Tanzstudio.
Was ist für sie das Besondere am orientalischen Tanz?
Jouvena Orientalischer Tanz hat einen hohen Kunstfaktor, nicht zu vergessen der gesundheitliche Aspekt, etwa für die Wirbelsäule. Mit ist wichtig, dass diese Art zu tanzen als Kunst gesehen wird, und vor allem sie von Vorurteilen zu befreien. Deswegen habe ich sie auf die Bühne geholt.
Warum sind Ihre Tanzkurse gerade bei Frauen so beliebt?
Jouvana Die Teilnehmerinnen können zum einen entspannen. Natürlich ist auch der Gesundheitsfaktor wichtig. Ich glaube, orientalischer Tanz ist auch deshalb so beliebt bei Frauen, weil sie dabei ihre Weiblichkeit ausleben dürfen. Hier darf man einfach Frau sein.
Was geben Sie all denen mit auf den Weg, die einen Besuch beim Orientalischen Tanzfestival planen?
Jouvana Es ist auf jeden Fall eine Anfahrt wert. Und Karten gibt es schon ab fünf Euro. Jeder, der einmal in die Welt des Orients reinschnuppern möchte, ist in der Rheinhausen-Halle, in der Glückaufhalle und bei den Workshops richtig. Wir erwarten auch einige prominente Gäste, wie Jean Pütz, dessen Frau eine meiner Schülerinnen war.
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