Duisburg: 100Meister im Ausschuss
VON PETER KLUCKEN - zuletzt aktualisiert: 28.08.2007Duisburg (RPO). In der Vergangenheit wurde über die Kulturzentrale HundertMeister im Kulturausschuss nur geredet; gestern Nachmittag kamen ihre (neuen) Vertreter selber zu Wort. Betriebswirt Arnd Baumann und Theatermacher Tom Dahl, zwei Mitglieder des ehrenamtlich arbeitenden Vorstands des Trägervereins (zu dem noch der Journalist Zlatan Alihodzic gehört), stellten die derzeitige Lage des „100Meisters“ vor.
Und die ist nicht einfach. In den vergangenen Monaten standen die Bemühungen im Vordergrund, die Einrichtung von Grund auf zu sanieren. Das ist nach Ansicht von Baumann gelungen, obwohl die verregneten Sommerwochen die erhofften Einnahmen im Biergarten nicht bescherten. Im Jahr werden im HundertMeister 300 Veranstaltungen durchgeführt. Die Programmschwerpunkte sind Theaterarbeit, Literatur und Liederabende. Neun Festangestellte, 20 Teilzeitkräfte und fünf Auszubildende sind derzeit im HundertMeister beschäftigt. Seit 1. August ist der Kaufmann Christoph Reifenberg Geschäftsführer. Er übernimmt die Aufgaben, die sich bislang zwei Mitarbeiter teilten, wodurch, so Baumann, monatlich 1400 Euro eingespart würden. Bislang erwirtschaftet die Kulturzentrale 90 Prozent ihrer Einnahmen (mit Spenden) selber; der städtische Zuschuss von 9500 Euro monatlich mache nur zehn Prozent aus. Vergleichbare Einrichtungen wie das Zakk in Düsseldorf, der Ringlokschuppen in Mülheim und die Zeche Carl in Essen würden mit 21 bis 25 Prozent bezuschusst.
Doris Janicki von den Grünen forderte für eine spätere Ausschuss-Sitzung eine Auflistung aller vergleichbaren Duisburger Einrichtungen, aus der hervorgeht, wer wieviel und warum von der Stadt als Zuschuss bekommt.
Der Umzug der Zentralbibliothek und der VHS in ein gemeinsames Gebäude an die Steinsche Gasse wird frühestens 2010 erfolgen. Die Ausschussmitglieder stimmten nach langer Diskussion für eine Sondersitzung zum Umzug.
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