Duisburg: 13.000 Menschen protestieren gegen Israel
zuletzt aktualisiert: 11.01.2009 - 11:4813.000 Menschen haben am Samstag in Nordrhein-Westfalen friedlich gegen den andauernden Krieg im Gazastreifen protestiert. Die größte Kundgebung fand in Duisburg statt, wo unter dem Motto "Stoppt den Krieg in Gaza" allein rund 10.000 Menschen auf die Straße gingen. Aufgerufen hatten mehrere NRW-Regionalverbände der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs. Sie forderten das sofortige Ende des Krieges und eine Aufhebung der Blockaden gegen Gaza. In Dortmund zogen mehr als 1000 Menschen durch die Innenstadt.
Die Wirkung der Demonstration sei begrenzt, sagte einer der Duisburger Organisatoren, Engin Karahan von Milli Görüs: «Wir wollen aber Solidarität mit den Opfern im Gazastreifen zeigen und ein Zeichen gegen die Unterdrückung und Gewalt im Gazastreifen setzen.» Auf Plakaten von Demonstranten hieß es: «Nieder mit den Kindermördern» und «Freiheit für Palästina».
Hunderte Polizisten begleiteten den Protestzug, bei dem es zunächst nur einen kleinen Zwischenfall gab: Demonstranten bewarfen unter anderem mit Schneebällen und Taschenmessern zwei israelische Flaggen, die aus dem Fenster eines Hauses an der Demonstrationsstrecke hingen. Um eine Eskalation zu vermeiden, sorgte die Polizei nach Angaben eines Sprechers dafür, dass die Flaggen eingezogen wurden.
Nach Angaben des Netzwerks Friedenskooperative gab es am Samstag in zahlreichen weiteren deutschen Städten Mahnwachen, Kundgebungen und Demonstrationen wegen des Nahost-Kriegs.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.



