Duisburg: 312 Tonnen Schilder
VON SEBASTIAN RADERMACHER - zuletzt aktualisiert: 29.07.2010Duisburg (RPO). Etliche Hinweistafeln, Schilder und Schranken mussten für die A 40-Aktion "Still-Leben" und die Loveparade in und um Duisburg aufgebaut werden. Einige davon stehen noch, bis morgen soll alles beseitigt sein – 312 Tonnen.
Das Still-Leben auf der Autobahn A 40 war ein großer Erfolg. Drei Millionen Menschen bevölkerten den Ruhrschnellweg zwischen Duisburg und Dortmund. Auf einer Länge von 60 Kilometern wurde die Autobahn gesperrt – etliche Schilder und Hinweistafeln wiesen die Autofahrer schon frühzeitig auf die Vollsperrung hin.
Nach dem Mega-Event sollten die Hinweistafeln so schnell wie möglich wieder abmontiert werden. Auf den Autobahnen rund um Duisburg waren gestern Morgen noch einige Warntafeln, die immer noch auf die Sperrung der A 40 hinweisen, zu sehen – auf der A 3 in Höhe der Autobahnkreuze Ratingen-Ost und Kaiserberg, auch auf der A 59. Autofahrer waren irritiert. Wann werden die Schilder wieder abmontiert? "Wir sind Tag und Nacht damit beschäftigt, die Schilder schnellstmöglich abzubauen", sagt Arndt Herrmann von der Firma "B.A.S Verkehrstechnik", die für den Auf- und Abbau verantwortlich ist.
Problem: Neben dem Still-Leben war das Unternehmen auch während der Loveparade für sämtliche Absperrungen in der Duisburger Innenstadt zuständig. "Da haben sich die Arbeiten in dieser Woche überschnitten", erzählt Herrmann, einer der Projektleiter der Aktion Still-Leben und der Loveparade. Vor allem nach dem tragischen Unglück am Wochenende mussten einige Sperren in der City noch bestehen bleiben und konnten nicht direkt abgebaut werden.
Bis morgen sollen aber alle Barken, Absperrungen und Hinweisschilder rund um Duisburg wieder abmontiert sein, betont Herrmann. In zwei Schichten sind die Mitarbeiter Tag und Nacht im Einsatz. Mit acht 7,5-Tonnen-Lastwagen geht es morgens auf den Weg, um die restlichen verbliebenen Warntafeln einzusammeln. "Nach meinem Kenntnisstand stehen auf den Autobahnen noch drei Hinweistafeln und 16 Barken – die werden wir so schnell wie möglich einsammeln", versichert Herrmann.
2,5 Kilometer Schranken
Er verdeutlicht den Aufwand des Abbaus mit Zahlen: Für die Sperrung der A 40 waren rund 120 Hinweisschilder, neun LED-Tafeln und etwa 150 Schilder an den Autobahn-Auffahrten notwendig. Zudem gab es noch mehrere Parallelprojekte wie Sperrungen am Hauptbahnhof oder im Pressezentrum. "Außerdem mussten wir auf der A 40 fast 2,5 Kilometer Absperrschranken montieren", berichtet der Projektleiter. Für die Loveparade wurden allein in der Duisburger Innenstadt etwa 700 Halteverbotsschilder aufgebaut, hinzu kamen mehr als 300 Absperrschranken und etwa 400 Barken.
Herrmann: "Allein ein Halteverbotsschild mit zwei Standfüßen wiegt rund 65 Kilogramm, das muss man erst mal wieder alles einsammeln." Das Gesamtgewicht aller Schilder und Schranken, die während der Aktion "Still-Leben" und der Loveparade aufgebaut werden mussten, ist laut Herrmann kaum vorstellbar. "Rund 312 Tonnen mussten auf- und wieder abgebaut werden."
Drei Wochen Aufbau
Die Montage der Hinweisschilder für die Sperrungen der A 40 wurde von der Firma "B.A.S." in zwei Abschnitte unterteilt. Das erste Teilstück reichte von Dortmund bis Gelsenkirchen, das zweite von Essen bis Duisburg. Die Aufbauarbeiten haben rund drei Wochen gedauert, sagt der zuständige Projektleiter Arndt Herrmann.
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