Duisburg: 35 Tore führen zum Wasser
VON HILDEGARD CHUDOBBA - zuletzt aktualisiert: 28.08.2007Duisburg (RPO). In sieben Jahren will Duisburg die Landesgartenschau „Rheinplan“ ausrichten. Sie soll vor allem den Duisburgern den Weg ans Wasser öffnen. In Kürze entscheidet sich, ob die Bewerbung angenommen wird.
wollte vor Jahren eine Bundesgartenschau ausrichten. Die damalige Stadtspitze nahm aus finanziellen Gründen Abstand. Nun wird ein neuer Anlauf mit der Bewerbung um die Landesgartenschau 2014 genommen. Oberbürgermeister Adolf Sauerland und Stadtdirektor Dr. Peter Greulich berichteten gestern, wie die Duisburger künftig die Rheinnähe erleben könnten.
35 Tore zum Rhein sieht die Planung vor. Zwischen dem Ausflugslokal „Aschlöchsken“ bei Mündelheim und der Rheinaue Walsum werden für Fußgänger und Radfahrer leicht zugängliche Weg zum Rhein angelegt, die in unterschiedlich großen Grünanlagen am Ufer enden, in denen zum Beispiel kulturelle Veranstaltungen stattfinden sollen. Die beiden Herzstücke der Landesgartenschau sind in Hochfeld der Rheinpark und in Ruhrort/Homberg der neu anzulegende Hafenpark .
Der Rheinpark der wird bis 2014 fertiggestellt sein, auch wenn noch nicht entschieden ist, ob er bis dahin vom Ufer bereits bis an die Wohnbebauung heranreicht. Bekanntlich müssten dazu noch die trennenden Industriebetriebe weichen. Die Hochfelder werden unabhängig von den Verlagerungsplänen der Unternehmen einen attraktiven Zugang zum Wasser mit viel Grün und einem Rheinstrand bekommen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Stroms wird die bereits vorhandene Rheinaue „aufgepeppt“, um ihren Wert für Erholung und Naturschutz noch zu unterstreichen.
Eine neue Brücke
Wenige Kilometer stromabwärts prägt das rege Hafenleben die Rheinfront. Doch auch in Ruhrort soll es grüner werden, vorausgesetzt Duisburg erhält den Zuschlag für die Landesgartenschau 2014. Aus dem Stadtteil und dem gegenüberliegenden Homberg wird dann der „Hafenpark“. Zwischen der Schifferbörse und der Mühlenweide werden Leichter verankert, auf denen es grünt und blüht. Die Speditionsinsel wird zur kleinen Gartenstadt mit üppiger Bepflanzung, aber auch mit dem ein oder anderen Gebäude. Denkbar ist zum Beispiel ein Restaurant, in dem die Duisburger sitzen und den Blick über den Strom und den Hafen genießen können.
Eine noch zu bauende Fußgängerbrücke wird laut Planung das Festland und die Insel verbinden. Mittels Fähren könnten die Besucher von der Speditionsinsel, die, so Sauerland, den Namen Mercatorinsel bekommen hat, übersetzen bis zur „Rheinorange“ am Neuenkamper Ufer. Gegenüber auf der Homberger Rheinseite werden Promenaden entlang des Rheinpreußen Hafens, Parks und Gärten eine grüne Verbindung schaffen zu den angrenzenden Wiesen in Richtung Baerl. Von Homberg nach Ruhrort werden die Gartenschau-Besucher mit Fähren übersetzen können. Als „pathologischer Optimist“ sehe er die Bewerbungschancen gut, so Dr. Greulich. Duisburg könnte mit der „LaGa“ einen gewaltigen Sprung nach vorne machen.
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