Großbrand in Duisburg: 72-Jähriger stirbt im Feuer
zuletzt aktualisiert: 29.04.2010 - 10:53Ein Mann ist am späten Mittwochabend bei einem Großbrand in einem Mehrfamilienhaus in Duisburg-Ruhrort ums Leben gekommen. Ein Schwerverletzter soll in Lebensgefahr schweben. Mehrere Personen konnten sich retten.
Im Verkaufsraum der Araltankstelle an der Hafenstraße in Ruhrort sitzen drei völlig verstörte Erwachsene und können noch nicht realisieren, dass sie gerade einer Katastrophe unverletzt entkommen sind. In ihrem auf der anderen Straßenseite stehenden Wohnhaus war gegen 22 Uhr ein Brand ausgebrochen, der einem 72-Jährigen das Leben kostete. Ein weiterer Mieter wurden schwer und sieben leicht verletzt, unter ihnen ein Feuerwehrmann.
Jede Hilfe kam zu spät
Beim Eintreffen der Feuerwehr quoll bereits dichter Rauch aus dem an der Straßenseite zweigeschossigen Wohnhaus. In der ersten Etage harrten panische Bewohner an den geöffneten Fenstern, denen der beißende, giftige Rauch den Fluchtweg durchs Treppenhaus versperrte. Die Feuerwehr brachte sie über Leitern ins Freie. Jede Hilfe zu spät kam für den 72-jährigen Mieter. Erst beim Betreten des Hauses war für die Retter erkennbar, dass das Gebäude nur zur Straßenseite hin zweigeschossig ist. Auf der Rückseite des auf dem ehemaligen Rheindeich gebauten Gebäudes verfügte das Haus über ein drittes Wohngeschoss, also quasi auf Kellerebene. Hier wohnte der Getötete. Er starb wahrscheinlich nicht an Verbrennungen, sondern an den eingeatmeten giften Rauchdämpfen. Auch die beiden Schwerverletzten kamen mit Rauchvergiftungssymptomen ins Krankenhaus.
Das Feuer selbst war verhältnismäßig schnell gelöscht. Doch die Aufräum- und Sicherungsarbeiten zogen sich bis fast ein Uhr am Donnerstagmorgen hin, nahezu während der gesamten Einsatzzeit blieb die Hafenstraße zwischen dem Kreisverkehr und der Bergiusstraße gesperrt. Neben Feuerwehr und Polizei waren auch die DVG und die Stadtwerke am Unglücksort. Sie stellten ein Bus für die Geretteten zur Verfügung beziehungsweise stellten sicher, dass von der Gasheizung in dem Brandhaus keine Gefahr ausgehen konnte.
Zu den unverletzt Geretteten gehört auch ein Kleinkind, das ebenso wie alle anderen bei Verwandten bzw. Freunden unterkam. Denn das Wohngebäude, in dem zwölf Menschen ihr Zuhause hatten, ist komplett unbewohnbar, so die Feuerwehr, die bei dem nächtlichen Einsatz übrigens nicht nur Menschen in Sicherheit brachte, sondern auch einen grünen Papagei, eine Katze und ein schwarzes Kaninchen.
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