Duisburg: Adventskalender bis Januar
VON CHANTAL FRANCO - zuletzt aktualisiert: 28.12.2009Duisburg (RPO). In Wedau sind zahlreiche Fenster besonders weihnachtlich geschmückt. Sie sind Teil eines Adventskalenders, der noch bis zum Fest der Heiligen Drei Könige zu sehen ist.
Einen Adventskalender der besonderen Art können aufmerksame Beobachter auch heute bei einem Spaziergang durch Wedau und Bissingheim entdecken: Die evangelische Kirchengemeinde Trinitatis hat wie in den Jahren zuvor einen Straßenadventskalender kreiert.
21 Fenster in Wedau und drei in Bissingheim wurden hierfür feierlich geschmückt. Seit dem 1. Dezember wurde jeden Tag ein Fenster geöffnet – so wie beim gewöhnlichen Adventskalender auch. Pfarrerin Ute Sawatzki erinnert sich noch genau, wie die Idee entstand, ein solches Konzept zu realisieren: "Vor vier oder fünf Jahren ging ich in der Vorweihnachtszeit durch den Stadtteil und mir fiel auf, wie viel Zeit und Mühe die Wedauer darauf verwenden, ihre Fenster weihnachtlich zu schmücken."
Allerdings sei ihr auch bewusst geworden, dass Weihnachtsmänner auf Schlitten, die von Rentieren gezogen werden, nicht mehr viel mit der eigentlichen Weihnachtsgeschichte zu tun haben. So kam die Vorstellung auf, einen biblischen Adventskalender zusammenzustellen, bei dem jedes Fenster eine eigene Bedeutung besitzen sollte.
Hierfür wurden entsprechende Stellen aus der Bibel herausgesucht, die als Hintergrund dienen sollten. Die erste Hälfte des Monats stellt die Verheißungen des Alten Testaments dar, die eigentliche Weihnachtsgeschichte wird in den übrigen Fenstern erzählt. Sie sind mit Zahlen markiert für den Tag, an dem sie geöffnet wurden.
Individuell gestaltet
Ansonsten ist die Gestaltung der Fenster allerdings sehr unterschiedlich: Ob Transparentpapier, das das gesamte Fenster ausfüllt und von innen beleuchtet wird oder Krippe und Könige, die als Window-Color die Scheibe schmücken – jedes Fenster ist einzigartig.
Das letzte Fenster, das sich am Gemeindehaus befindet, wurde mit Farbe bemalt, die 24 prangt in einem leuchtend gelben Stern.
Die Reaktionen auf den Adventskalender seien in den vorherigen Jahren durchweg positiv gewesen, so Ute Sawatzki. "Es freut uns besonders, wenn auch Leute aus anderen Stadtteilen kommen, um die Mühe der Wedauer zu würdigen", sagt sie.
Seit Heiligabend sind alle Fenster offen. Wer die Arbeiten in Augenschein nehmen möchte, sollte sich Pfarrerin Sawatzki zufolge auf einen etwa einstündigen Spaziergang einstellen.
Die Lage der Fenster sowie Erklärungen zu ihrer Bedeutung wurden für Interessierte auf Handzetteln festgehalten. Diese liegen in den Wedauer Geschäften sowie im Gemeindehaus aus. Kleiner Tipp: Ihre eigentliche Wirkung entfalten die Fenster erst nach Anbruch der Dunkelheit.
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