Duisburg: Alltours expandiert: neues Gebäude geplant
VON MIKE MICHEL - zuletzt aktualisiert: 11.07.2007Duisburg (RPO). Es gibt tatsächlich Menschen, die finden einen kühlen und verregneten Sommer gar nicht mal so schlecht. Alltours-Chef Willi Verhuven ist einer von ihnen. Denn nach leichten Buchungsrückgängen in den Monaten April, Mai und Juni zog die Nachfrage nach Alltours-Urlaubsreisen jetzt wieder spürbar an.
Ein Grund: Viele haben offensichtlich den deutschen Sommer 2007 satt und wollen wieder in den sonnigen Süden. Ansonsten hatte Verhuven gestern nur Erfolge zu vermelden. 4,5 Prozent Zuwachs bei Gästen und Umsatz im Geschäftsjahr 2006 / 2007, dazu ein Rekordertrag von über 20 Millionen Euro vor Steuern – ein Ergebnis, das sich in diesem Jahr nicht wiederholen lässt.
„Wir sind auch gar nicht darauf aus, in jedem Fall unseren Gewinn zu maximieren“, erklärte Firmensprecher Carsten Deuster. Vielmehr gehe es darum, in Qualität und Arbeitsplätze zu investieren.
Das ist bereits in der Vergangenheit geschehen: Die Alltours-Gruppe hat im vergangenen Jahr mit 1812 Mitarbeitern die Zahl der Arbeitsplätze um vier Prozent erhöht, Alltours Flugreisen hat nun erstmals über 1000 Mitarbeiter, was sogar einen Zuwachs von acht Prozent bedeutet.
Die Folge: Die Alltours-Hauptverwaltung am Nordufer des Innenhafens platzt aus allen Nähten. Willi Verhuven bestätigte gestern, dass sein Unternehmen Expansionsbedarf habe. Rettung naht hier in Gestalt der Essener Stephan Kölbl und Dr. Marcus Kruse. Die Projektentwickler planen ein neues Bürogebäude, direkt hinter der Alltours-Hauptverwaltung. „Ein Teil davon wird auf unserem jetzigen Parkplatz stehen“, so Verhuven.
Aus diesem Grund muss das neue Gebäude entsprechende Parkkapazitäten bieten. Da es sich in Hanglage befindet, wollten KölblKruse einen rund 13 Meter hohen Sockel unter dem Komplex errichten, so dass die Tiefgarage aus Kostengründen nur zum Teil in der Erde verschwindet.
Das aber will Alltours-Chef Verhuven so nicht, schließlich müssten die Mitarbeiter in den unteren Büros zur Nordseite dann ständig gegen eine Wand gucken. KölblKruse-Sprecherin Bea Steindor bestätigte auf Anfrage der RP entsprechende Pläne des Projektentwicklungsunternehmens. Details könne man aber derzeit noch nicht bekannt geben.
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