Duisburg: Am Ende spielte das Wetter mit
VON PETER KORTE - zuletzt aktualisiert: 24.12.2009Duisburg (RPO). Erst zu warm, dann zu nass – in den vergangenen für Wochen herrschten nicht gerade ideale Bedingungen die Weihnachtsmarkthändler. Die Marke von zwei Millionen Besuchern wurde nicht ganz erreicht.
Eine durchwachsene Bilanz für den gestern Abend zu Ende gegangenen Weihnachtsmarkt zogen Uwe Gerste, Georg Stahlschmidt und Helmut Schoofs. Positives als auch weniger Positives berichteten der DMG-Geschäftsführer, der Citymanager und der DVV-Pressesprecher. Gehadert wurde vor allem mit dem Wetter, denn bei bis zu 17 Grad Plus (zur Eröffnung) wird weder dem Glühwein besonders gefrönt, noch wagt man sich dann aufs Eis, das zudem bei solchen eher frühlingshaften Temperaturen unter erheblichem Kostenaufwand eiskalt zu halten war.
Niederländer rollten fleißig an
Kein Wachstum
Mit 130 Ständen war der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr beschickt.
Für 2010 soll die Zahl in etwa gleich bleiben.
Die Händler, die in diesem Jahr ihre Waren anboten, wollen gern auch wiederkommen.
Trübsal wurde dennoch nicht geblasen beim gestrigen Resümee. Zwei Millionen Besucher kamen voriges Jahr, diesmal lag die Zahl bei knapp unter zwei Millionen. Wobei die Zahl der Gäste von jenseits der Grenze wohl wieder gestiegen ist. Auf der Internetseite wurden insgesamt 40 000 Klicks gezählt, darunter fragte jeder vierte in niederländischer Sprache an. Bei den Bussen wurde ein Plus von 20 Prozent verbucht. 100 Busse kamen mit Weihnachtsmarktbesuchern nach Duisburg, überwiegen aus den Niederlanden und aus Belgien. Von einem "zufriedenstellenden" Einzelhandel sprach Citymanager Stahlschmidt, wobei der verkaufsoffene Sonntag am 6. Dezember "massiv verregnet" gewesen sei. Am vergangenen Samstag sei es zwar eiskalt gewesen, "aber es brummte nur so in der City". Die Resonanz zum Weihnachtsmarkt selbst? Stahlschmidt: "Besucher fanden ihn, so wie ich gehört habe, toll!"
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtete Helmut Schoofs von den Duisburger Verkehrs- und Versorgungsbetrieben die Lage. An die 10 000 Weihnachtsmarkttickets wurden verkauft, 1200 mehr als im vorigen Jahr. Wegen des Weihnachtsmarktes seien die U-Bahnen länger als sonst im 15-Minuten-Takt gefahren, statt der Standardbusse habe man zeitweise Gelenkbusse eingesetzt. Zwar sei auf der Eisbahn erstmals auf LED-Beleuchtung umgestellt und damit 95 Prozent der Energie gespart worden, dafür musste das Aggregat, das das Eis kalt hielt, ordentlich brummen. Eine Zahl von Besuchern, die die Runden auf dem Eis drehten, hatte Schoofs noch nicht, es seien aber auf jeden Fall weniger als im Vorjahr gewesen. Erfreulich war für ihn auf jeden Fall, dass es zu keinerlei Stürzen mit schlimmeren Folgen gekommen ist.
Immer wieder kommt die Diskussion auf, den Weihnachtsmarkt über die Feiertage hinaus bis Silvester anzubieten. Eine Befragung der Händler, so hieß es gestern, habe aber nur eine "verhaltene Resonanz" gezeigt. Lediglich die Eisbahn noch einige Zeit aufgebaut zu lassen, ist gleichfalls keine Überlegung. Schoofs: "Wir haben das einmal zwei Jahre lang probiert, aber es hat nicht funktioniert."
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