Duisburg: Ampelcheck im Supermarkt
VON PETER KORTE - zuletzt aktualisiert: 11.02.2010Duisburg (RPO). Mit der Checkkarte der Verbraucherberatung können Kunden Lebensmittel, Fertiggerichte und Getränke selbst bewerten. Aufklärungsaktion zusammen mit dem Institut für gesundheitlichen Verbraucherschutz.
Zuckerbomben und Fettfallen schon im Supermarkt entlarven, der Ampelcheck macht's möglich. In Zusammenarbeit mit der Verbraucherberatung Duisburg startet das Institut für gesundheitlichen Verbraucherschutz der Stadt eine Aufklärungsaktion zur sinnvollen Ernährung. Um den Dickmachern auf die Spur zu kommen, gibt's bei der Verbraucherberatung eine "Checkkarte" der besonderen Art: Auf ihr kann abgelesen werden, ob Fette, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz in geringen (grün), mittleren (gelb) oder hohen (rot) Mengen in Lebensmitteln enthalten sind. Das dazugehörige Faltblatt gibt zudem Tipps, wie der Verbraucher dem "Versteckspiel bei der Nährwertkennzeichnung" ein Schnäppchen schlagen kann und was man alternativ zu "Rot" essen sollte.
Selbst Detektiv spielen
Die Verbraucherzentrale NRW will nicht warten, bis endlich eine politische Entscheidung für eine bessere Kennzeichnung fällt, vielmehr will sie den Kunden mit der Ampelkarte selbst auf die Spur von Dickmachern bringen. Der Sinn der Ampelfarben: Rot warnt vor einem hohen Nährstoffgehalt und mahnt zu sparsamem Verzehr, gelb signalisiert einen Genuss in Maßen, der dritte Button gibt grünes Licht für reichlicheres Essen. Allerdings funktioniert der Ampelcheck nur bei Lebensmitteln, bei denen die Werte für Fett, Zucker und Salz auf den Packungen angegeben sind. Oft allerdings zu klein, dass gleichzeitig eine Lupe mitgenommen werden sollte.
Die Angaben auf der Ampelcheckkarte beziehen sich auf 100 Gramm. Beispiel Zucker: Bis fünf Gramm gering (grün), fünf bis 12,5 Gramm mittel (gelb), über 12,5 Gramm hoch (rot).
"Grün" für Obst und Saftschorle
Wer auf der sicheren Seite sein möchte und sich "grün" ernähren möchte, für den hat die Verbraucherberatung einige Tipps parat. Obst, Gemüse und Vollkornprodukte können ohne Reue in größren Mengen verzehrt werden. Unverarbeitete Lebensmittel enthalten oft weniger Fett und Salz als Fertigprodukte. Fett- und zuckerärmere Alternativen sind beispielsweise Gemüsepizza oder ungezuckerte Müsli. Kalorienfreie bzw. -arme Getränke sind Mineralwasser, Tee und Saftschorle.
Die Ampelcheck-Karte gibt's samt Informationsflyer kostenfrei bei der Verbraucherberatung, Friedrich-Wilhelm-Straße 5.
Zusätzliche Informationen und Tipps für gesundes Essen und Trinken hält die webseite www.ampelcheck.de bereit.
Weitere Informationen gibt es beim Institut für gesundheitlichen Verbraucherschutz unter Tel. 0203 2832749.
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