Duisburg: Angerpark eröffnet
VON STEFAN OSSENBERG - zuletzt aktualisiert: 08.11.2008Duisburg (RPO). Umweltminister Echkhard Uhlenberg, Oberbürgermeister Adolf Sauerland und Stadtdirektor Dr. Peter Greulich übergaben gestern den Angerpark der Duisburger Bevölkerung. Eine Landmarke soll installiert werden.
Wanheim-Angerhausen Eine Menschenmenge hatte sich gestern vor einem Festzelt an der Berzeliusstraße versammelt, um zusammen mit Eckhard Uhlenberg, Umweltminister des Landes, Oberbürgermeister Adolf Sauerland und Stadtdirektor Dr. Peter Greulich die Übergabe des Angerparks an die Bevölkerung zu feiern.
Ein wichtiger Tag für Duisburg
„Wir können stolz sein. Das ist ein ganz wichtiger Tag für den Süden der Stadt und Duisburg im allgemeinen. Wir können das Kapitel des MHD-Industrie-Geländes nun zu den Akten legen“, sagte der Oberbürgermeister in seiner Ansprache. Er erinnere sich gut an die ersten Umweltberichte, die er noch als Bezirksvorsitzender im Norden der Stadt über die Lage im Duisburger Süden erhielt: „Dort wurde mitgeteilt, dass es im Süden der Stadt in Kleingärten erlaubt war , Gemüse anzubauen, das aber nicht gegessen werden durfte.“ Diese Zeiten gehörten nun der Vergangenheit an. Insgesamt wurden 26 Hektar Fläche in zwei Jahren Bauzeit saniert und 51 Millionen Euro in die Neugestaltung der Fläche investiert. „Es wurde viel bewegt“, berichtete Stadtdirektor Dr. Greulich. Genau 1,8 Millionen Tonnen an Erde und Schutt, darunter 3000 Tonnen Zink, 2000 Tonnen Blei und 300 Tonnen Cadmium sicher unter neuem Erdreich versiegelt (die RP berichtete). Somit sei eine, zu den „Top Fünf“ der Altlasten in Duisburg gehörende, Fläche mit einer „Punktlandung“ entschärft worden, so der Stadtdirektor. Mit dem Ergebnis war auch der Umweltminister des Landes „sehr zufrieden“. „Dieses Konzept ist ein ganz wichtiger Beitrag zum Flächenrecycling des Landes. Wir müssen darauf achten, dass wir mit dem Boden verantwortlich umgehen“ , sagte Uhlenberg gestern. Vorhandene Flächen und Grundstücke, die für die Landwirtschaft genutzt werden können, unberührt zu lassen, sei Ziel in Nordrhein-Westfalen. Der Angerpark sei Beispiel dafür, dass das Umweltministerium auch in wirtschaftlich schweren Zeiten gute Projekte unterstütze. Die Umsetzung der Idee, ein Naherholungsgebiet zu schaffen, das gleichzeitig die umliegende Wohnbebauung vom nahegelegenem Industriegelände Logport II abschirme, freue ihn. Zusammen mit vielen Bürgern bestieg der Minister im Anschluss an seine Rede die Heinrich-Hildebrand-Höhe. Auch Anwohner Herbert Karschau wanderte mit. 40 Jahre hat er hier gearbeitet. „Vor zwei Jahren habe ich gedacht, das schaffen die nie. Aber was hier gemacht wurde, ist genau so, wie es versprochen worden war.“
Landmarke
Umweltminister Eckhard Uhlenberg konnte gestern unter großem Applaus der Anwesenden eine Finanzierung der geplanten Landmarke auf der Spitze der Heinrich-Hildebrand-Höhe in Aussicht stellen. Verschiedene Entwürfe lägen schon vor.
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