Duisburg: Angst vor neuer Einbruchsserie
zuletzt aktualisiert: 26.04.2008Duisburg (RPO). rumeln-kaldenhausen (RP) Angst und Ärger: Zwei Gefühle, die in diesen Tagen bei vielen Einzelhändlern in Rumeln-Kaldenhausen verstärkt auftreten. Erneut ist der Stadtteil Kulisse einer Einbruchsserie geworden. Zumindest empfinden es so viele Mitglieder des „Runden Tisches“, der örtlichen Gemeinschaft der Selbstständigen. Wie Oliver Peerebooms, Chef des gleichnamigen Optikgeschäfts an der Dorfstraße. In der Nacht von Montag auf Dienstag haben Unbekannte eine Scheibe des Geschäfts eingeworfen. „Sie hatten es auf Markensonnenbrillen abgesehen“, berichtet Peerebooms.
Gesichert wie Fort Knox
Vor vier Wochen sei bereits bei einem anderen Optiker eingebrochen worden. Und auch eine Reihe anderer Einbrüche oder Einbruchsversuche werden beim Vorstand des Runden Tisches registriert: im Malerbetrieb Bongartz, bei Tanken & Mehr, im Kuckes-Center. Auch die Sparkassenfiliale soll überfallen worden sein. Der Runde Tisch hat bereits ein Rundschreiben an seine Mitglieder gesandt und sie gewarnt, besonders vorsichtig zu sein und die Geschäfte gut zu sichern. Unvergessen sind die Einbrüche, die vor zwei Jahren im Ort für Schrecken gesorgt haben. Bei Klatt Reisen sei insgesamt sechs Mal eingebrochen worden, sagt Oliver Peerebooms. „Seitdem sieht das Geschäft aus wie Fort Knox.“ Es wurde unter anderem mit Gittern gesichert.
Möglicherweise gibt es einen Hinweis auf die Brillendiebe, die ihn „besucht“ haben, berichtet Peerebooms: In Bayern sei eine Bande dingfest gemacht worden, die sich auf Diebstähle wertvoller Brillen spezialisiert habe. „Die Polizei klärt ab, ob der Einbruch bei uns damit zusammenhängt.“
Privater Wachdienst?
Auf jeden Fall sieht Peerebooms erneut eine Diskussion über Sicherungsmaßnahmen auf die Einzelhändler zukommen. Vor zwei Jahren ließen sich Mitglieder des Runden Tisches unter anderem durch Sicherheitsdienste informieren. Die Polizei beurteilte die Lage allerdings nicht so dramatisch wie die Betroffenen vor Ort. Rumeln-Kaldenhausen sei statistisch betrachtet ruhig und sicher, sagte sie.
Auch die Einstellung eines privaten Wachdienstes wurde seinerzeit erwogen. Gescheitert ist dies letztendlich am finanziellen Aufwand, den einige Mitglieder des Runden Tisches nicht mittragen wollten. Peerebooms sieht das Problem darin, dass die Geschäfte auf drei „Zentren“ verteilt sind: Kuckescenter, Dorfstraße und Domizil. „Ein vernünftiger Wachdienst wäre deshalb richtig teuer.“ Man müsse deshalb „punktuell“ tätig werden, so der Optiker: „Sobald sich hier fünf, sechs Leute von der Dorfstraße finden, die einen Wachdienst finanzieren wollen, bin ich dabei.“
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