Duisburg: Ans Einkommen koppeln
zuletzt aktualisiert: 20.08.2007Duisburg (RPO). Eintritt 14 Euro, Rentner, Auszubildende, Schüler, Studenten, Wehr- und Zivildienstleistende 10 Euro. Derartige Ermäßigungen findet der Duisburger DGB ebenso unsozial wie die jetzt von CDU und Grünen ins Gespräch gebrachte Familienkarte. „Derartige Regelungen führten dazu, dass auch Oberbürgermeister Adolf Sauerland mit seinen vier Kindern einen DU-Pass bekäme, nur weil er eine Familie mit Kindern hat. Viel sinnvoller wäre es, die Ausgabe einer solchen Ermäßigungskarte ans Einkommen zu koppeln“, erklärt Duisburgs DGB-Chef Rainer Bischoff.
Der DGB schlägt eine Bemessungsgrenze von 938 Euro für Alleinstehende vor. Das Haushaltseinkommen von Familien wird berechnet durch weitere 50 Prozent pro Erwachsenen und 30 Prozent pro Kind. Sie sollen dann den DU-Pass bekommen. Er sollte sowohl im Bereich Kultur und Freizeit (Zoo, Bäder, Theater, Museen) gelten als auch für Bildung (Büchereien, Musikschule, VHS, Verpflegung in Kindertageseinrichtungen und Ganztagsschulen) und ein Sozialticket für Bus und Bahn sowie einen Sozialrabatt bei Strom- und Energiekosten beinhalten. „Es wird Zeit, dass Duisburg dem Beispiel von Kommunen wie Köln, Düsseldorf, Bonn oder Moers folgt“, so Bischoff. Den Vorstoß von CDU und Grünen hält der DGB für „unsozial“ und „unausgegoren“. Gegen eine „Familienkarte“ und einen parallel dazu eingeführten DU-Pass sei nichts einzuwenden.
Am Dienstag, 18. September, 18.30 Uhr, sollen in einer öffentlichen Veranstaltung mit den Ratsfraktionen im DGB-Haus am Stapeltor in der Innenstadt die Vorschläge der Gewerkschaft diskutiert werden.
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