Duisburg: Arabische Klänge und exotische Tänze
zuletzt aktualisiert: 26.11.2007Duisburg (RPO). Die Homberger Glückaufhalle verwandelte sich am vergangenen Samstag in einen Tanzpalast wie aus 1001. Nacht. Um dem ersten deutschen „Bellydancer of the World“-Wettbewerb als Veranstaltungsort gerecht zu werden, war neben den insgesamt 90 Wettbewerbsdarbietungen ein Basar mit allen denkbaren Utensilien aufgebaut, die man für den orientalischen Tanz braucht. Über Röcke, Schleier und Tücher bis hin zu Kostümen aus Wildleder mit Fell-Applikationen für die saisonbewusste Tänzerin. Beim Betreten des Marktes im hinteren Hallenteil machten die Händler in den traditionellen ägyptischen Gewändern ähnlich grimmige Gesichter, um die potentiellen Käufer vom feilschen abzuhalten, wie in ihren Heimatländern. Doch konnte man sich kaum auf die bunt glitzernden Auslagen konzentrieren, sobald der nächste Tanz angekündigt wurde.
In insgesamt 13 Kategorien stellten sich zahlreiche Tänzer in Gruppen, Duo oder Solodarbietungen der Jury. Der Arbeitsaufwand, den die zahlreichen Teilnehmer in die Verfeinerung ihrer Kostüme investiert haben mussten, ist kaum vorstellbar. Insbesondere in der Kategorie „Fusion/Fantasy“ konnte man der Fantasie freien Lauf lassen. Einzigartig individuelle Ideen krönten jede Vorstellung. Zwar ging es „in erster Linie um Ruhm und Ehre“, da der zu vergebene Titel bisher durch keine übergeordnete Instanz autorisiert wurde, doch zählt er, in der stetig wachsenden Tanzszene im orientalischen Bereich, bereits einiges. So gehörte, neben Initiatorin Leyla Jouvana, auch eine ehemalige „Bellydancer of the World“-Titelträgerin aus den USA zu den Bewertungsrichtern.
Die Siegerehrungen wurden, aufgrund der zahlreichen ausländischen Tänzer und Besucher, auf französisch, englisch und deutsch abgehalten. Für die Erst- bis Drittplatzierten gab es gerahmte Urkunden, Bauchtanzvideos und für die Solisten sogar komplette Kostüme zu gewinnen.
Fortsetzung in Rheinhausen
Am meisten ehrt allerdings die Aussicht, bei einer weiteren Veranstaltung am kommenden Wochenende, neben den internationalen Stargästen, in der Rheinhausen-Halle auf der Bühne zu stehen. Am 1. und 2. Dezember wird dort aufgrund der großen Nachfrage noch einmal eine ähnliche Veranstaltung mit Basar stattfinden. Diesmal allerdings mit einem vielfältigen Rahmenprogramm anstelle des Wettbewerbs. Der Eintritt kostet zwischen 27 Euro und 34 Euro.
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