Duisburg: Auf geht's: 24 Stunden auf dem Fahrradsattel
VON JESSICA NARLOCH - zuletzt aktualisiert: 08.08.2010 - 12:57Bereits zum fünften Mal lud SKYDER Sportpromotion am Wochenende zum 24-Stunden-Mountainbikerennen in den Landschaftspark Nord ein. 450 Teams schlugen sich hier auf dem Bike die Nacht um die Ohren.
Fast über Nacht ist im Landschaftspark Nord eine riesige Zeltstadt entstanden, die für drei Tage zum provisorischen Zuhause von 1800 Bikern und deren Betreuern und Fans wurde. Aus ganz Deutschland, aber auch aus Österreich und der Schweiz waren die Teilnehmer angereist, um beim 24-Stunden-Mountainbikerennen dabei zu sein. „Wir haben hier auf einer Fläche von 20 000 Quadratmetern die Rennstrecke, das Zeltlager und die Verpflegungsstationen aufgebaut. Damit nutzen wir bis auf 300 Quadratmeter den gesamten Landschaftspark“, erklärt Erhard Goller, Pressesprecher von SNYDER Sportpromotion, dem Organisator des Events.
450 Teams
Im Achter-, Vierer-, Zweierteam oder als Solofahrer gingen hier 1800 Biker in 450 Teams an den Start. Bereits am Freitag war das Gelände prall gefüllt – schon jetzt bereiteten sich die Fahrer auf anstrengende 24 Stunden vor. „Insgesamt ist eine Runde durch den Landschaftspark 7,2 Kilometer lang. Die Fahrer wechseln sich ab, die Einzelfahrer hingegen machen 24 Stunden durch. Am Ende gewinnt, wer die meisten Runden absolviert hat“, so Goller. Die Zählung der Runden erfolgt dabei voll elektronisch. Jeder Fahrer hat einen Transponder ums Fußgelenk – wer vorne liegt, das verrät eine Tafel, die stündlich auf den neusten Stand gebracht wird.
Neben dem Faktor Extremsport steht hier vor allem der Spaß im Vordergrund. „Vielen Teilnehmern geht es um das Drumherum. Hier wird gegrillt, gefachsimpelt, und man tauscht sich aus“, so Goller. Das Besondere: 24 Stunden lang mental fit zu bleiben und sich selbst zu überwinden.
Sicherheit
Auch Sicherheit wird auf dem Megaevent groß geschrieben. Von den 1800 Fahrern befinden sich immer nur 450 gleichzeitig auf der Strecke, manchmal weniger, wenn es zu Ausfällen durch Stürze kommt. „Das ist sehr wichtig, dass wir einen begrenzenden Faktor haben, damit sich die Fahrer nicht gegenseitig gefährden“, erklärt Goller. Die Strecke führte die Teilnehmer durch die beeindruckende Industriekulisse, ein weiterer Grund, das Rennen zu bestreiten. „Die Veranstaltung wird jedes Jahr beliebter. In diesem Jahr waren die Startplätze nach einem Tag komplett vergeben.“
Für den reibungslosen Ablauf auf dem Gelände ist unter anderem Markus Ringle von der Logistik verantwortlich. Er muss dafür sorgen, dass rund 6000 Menschen mit Wasser, Strom, Essen und Hygieneartikeln versorgt sind. Gut 1000 Rollen Klopapier und 1,6 Tonnen Bananen gehören dabei zum Lagerbestand.
Neben professionellen Bikern und geübten Amateuren gingen auch einige Promis mit an den Start: Joey Kelley, der stärkste Mann Österreichs – Franz Müllner – und Olympiateilnehmerin Regina Marunde. Marunde fuhr ihr erstes 24-Stunden-Rennen überhaupt. Für Joey Kelley hingegen war es das vierte Mal, erzählt Goller. Doch der ergeizige Musiker trat nicht etwa als Solo-Fahrer an, sondern im Achter. Ebenfalls zu den Teilnehmern gehörten die deisterfreun.de aus Hannover. Auch sie haben schon mehrfach teilgenommen und wissen, was wirklich wichtig ist, um Erfolg zu haben: „Sonnenschutz, Sonnenbrille, Trinken und Aufwärmen, damit sich die Muskeln nicht verkrampfen“, erklärt Marian Hitzigrath.
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