Duisburg: Aufsässiger Kobold treibt sein Unwesen
VON JESSICA NARLOCH - zuletzt aktualisiert: 30.11.2009Duisburg (RPO). Serm Glänzende Kinderaugen, lachende Gesichter und zufriedene Eltern, die sich an ihre Kindheit erinnert fühlen – wer da wohl dahintersteckt? Niemand Geringeres als Pumuckl, jener rothaarige, reimende, äußert aufsässige aber dennoch liebenswerte Kobold, der die Werkstatt von Meister Eder sein Zuhause nennt.
Die Schauspieler des Wittener Kinder- und Jugendtheaters haben die Besucher des Pfarrzentrums Herz-Jesu am Freitagnachmittag in die märchenhafte Welt des Kobolds entführt.
Vier Schauspieler, darunter Stefanie Hendrickx als Pumuckl und Peter Dieling als Meister Eder, begeisterten mit einer weihnachtlichen Geschichte, die die Kindergartenkinder und Grundschüler im Minutentakt zum Lachen brachte.
"Das Programm ist absichtlich etwas Weihnachtliches. Wir haben hier ganz tolle Profis, die rund eine Stunde lang spielen. Ich denke, das Stück hat für Kinder genau die richtige Länge", erklärte Hans Eck, Kompanieführer der Jägerkompanie der St. Sebastianus Schützenbruderschaft, die zu diesem Nachmittag eingeladen hatte.
Langweilig wurde es jedenfalls nicht – ganz im Gegenteil. Gleich nachdem sich der Vorhang geöffnet hatte, waren die großen und kleinen Besucher nicht länger im Pfarrzentrum in Serm, sondern gefühlsmäßig tatsächlich in der Werkstatt von Meister Eder. Dies war auch kein Kunststück, bedenkt man die aufwändige und detailverliebte Kulisse, in der gespielt wurde. Auch Pumuckl war für die Kleinsten durchaus real, und so interagierten sie mit den Schauspielern und nahmen dabei kein Blatt vor den Mund. Als Pumuckl sich etwa daran machte, das Paket von Meister Eder zu verstecken, schrieen die Kinder: "Pumuckl, lass das!"
Wie von Geisterhand
Begeistert waren nicht nur die Kleinen. Auch Lehrerin Tanja Theisen saß schmunzelnd im Publikum. "Ich finde das Stück sehr gut, ich würde es sogar zu uns an die Schule holen. Die Schauspieler und die Gags sind lustig, schnell und auf den Punkt gebracht."
Besonders begeistert war das Publikum vom scheinbar unsichtbaren Pumuckl, als dieser die Putzfrau Frau Eichinger ordentlich aus der Fassung brachte. Da drehten sich Bilder an der Wand, Mäntel bewegten sich wie von Geisterhand, Radio und Lampen spielten verrückt.
Neben dem großartigen Schauspiel stimmten auch die Effekte. Sie hielten die Illusion aufrecht, dass tatsächlich ein Kobold, der nur von Meister Eder und natürlich vom Publikum gesehen werden kann, sein Unwesen treibt.
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