Medienberater für Duisburg: Aufsicht prüft Vertrag mit PR-Berater
zuletzt aktualisiert: 13.08.2010 - 21:36Die Entscheidung des Duisburger Oberbürgermeisters Adolf Sauerland (CDU), nach der Loveparade-Katastrophe die Hilfe eines externen Medienberaters in Anspruch zu nehmen, stößt auf breite Kritik. SPD und FDP im Stadtrat betonen, dass sie von diesem Vorhaben nichts gewusst hätten. Auch in der Verwaltung gärt es, wie Rathaus-Mitarbeiter bestätigen.
Wie berichtet, berät der frühere Focus-Journalist Karl-Heinz Steinkühler die Stadtspitze beim Umgang mit Medien nach der Loveparade, bei der 21 Menschen ums Leben gekommen sind. Spekulationen, er bekomme für seine Tätigkeit einen Tagessatz in fünfstelliger Euro-Höhe, wies Steinkühler als "Quatsch" zurück.
Er werde ausschließlich von der Düsseldorfer Kanzlei Heuking, Kühn, Lüer und Wojtek, der er angehört, bezahlt. Die Kanzlei, die seit der Katastrophe für Duisburg beratend tätig ist, habe ihm angeboten, der Stadt jetzt bei Medienfragen zu helfen.
Die Vorgänge in der hoch verschuldeten Stadt haben inzwischen die Bezirksregierung Düsseldorf auf den Plan gerufen. Sie will nach Angaben eines Sprechers genau wissen, wie die externe Medienberatung in Duisburg finanziell geregelt ist. Die Stadt, die über ein eigenes Presseamt und ein Referat für Kommunikation verfügt, wollte dazu gestern auf Anfrage keine Auskunft geben.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







