Duisburg: Auftakt mit Kai 5
VON MIKE MICHEL - zuletzt aktualisiert: 04.06.2009Duisburg (RPO). Bereits im Mai 2010 sollen an der Ruhrorter Waterfront die ersten Büromieter einziehen. Die Projektentwickler freuen sich über die große Nachfrage nach Plätzen für betreutes Wohnen und Eigentumswohnungen in Rheinnähe.
Manfred Tihme und Klaus Herrmann wollen jetzt richtig Gas geben. "Obwohl wir noch gar nicht richtig mit dem Marketing begonnen haben, hatten wir schon mehr als 60 Nachfragen nach Eigentumswohnungen", so Tihme gestern. Nachdem die Arbeiten im Eisenbahnhafen in den vergangenen Monaten vor allem von Abbrucharbeiten der alten Gebäude entlang der Homberger Straße und dem Verfüllen des Bassins für den zukünftigen Dienstleistungsbereich Hafenmarkt (Apotheke, Friseur, Einzelhandel, Gastronomie) geprägt waren, soll schon im Juli richtig gebaut werden.
Erste Baugenehmigung
"Am Südufer entstehen fünf fünfgeschossige Bürogebäude, die wir Kai 1 bis Kai 5 nennen. Wir gehen davon aus, in zwei Wochen die ersten Baugenehmigungen zu bekommen", sagte Herrmann. Begonnen wird allerdings nicht mit Kai 1, sondern mit Kai 4 und 5. Erster Mieter ist die in Homberg ansässigen Häfen und Transport AG (HTAG), die 1250 Quadratmeter in Kai 5 belegen wird. Einzugstermin ist der 1. Mai 2010. "Das schaffen wir", sagte Tihme im Hinblick auf den engen Zeitplan. Insgesamt sollen am Südufer 20 000 Quadratmeter Büroflächen entstehen. Die Mietpreise sind gestaffelt und beginnen bei 9,75 Euro pro Quadratmeter im Erdgeschoss. Im Durchschnitt liegen sie bei etwa 11,50 Euro.
Die Wohnbebauung soll am Nordufer entstehen. Tihme geht von rund 100 Wohnungen aus. "Die Nachfrage nach frei finanzierten Eigentumswohnungen ist enorm. Wir haben bereits über 60 konkrete Anfragen." Der Preis von rund 2200 Euro pro Quadratmeter soll den gehobenen Anspruch unterstreichen. Die Theresiahaus GmbH aus Koblenz hat Interesse bekundet, hier ein Altenheim mit etwa 80 Zimmern zu betreiben, ein bundesweit tätiger Sozialträger möchte 60 Wohnungen für betreutes Wohnen anmieten. Während die Bürogebäude alle Tiefgaragen bekommen, ist am Südufer ausreichende Platz für ebenerdige Stellplätze. Nur die Tiefgaragen liegen bei extremem Hochwasser unter dem Wasserspiegel. "Bei einem Jahrhunderthochwasser müssten sie geflutet werden", erklärte Herrmann.
Maritimer Anstrich
Eine Marina mit entsprechender Infrastruktur (Service, Betriebshalle, Winterlager) mit über 100 Anlegeplätzen soll den maritimen Anstrich hervorheben. Tihme will versuchen, im Hafenmarkt auch ein Frischeangebot zu etablieren. "Das ist allerdings nicht so leicht, weil mit Kaufland auf der anderen Straßenseite die Konkurrenz groß ist ist", sagt er.
Die Investitionen liegen bei rund 45 Millionen Euro. Neben der Duisburg Waterfront GmbH und der KPE Wohnbau GmbH ist das niederländischen Unternehmen Lips Ventures an der Finanzierung beteiligt.
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