Duisburg: Baerler Schützen feiern 525-jähriges Bestehen
VON ANNIKA VORBERG - zuletzt aktualisiert: 14.09.2010 - 09:10Duisburg (RPO). Der Wettergott schien es am Sonntag nicht besonders gut zu meinen mit der Bürger-Schützengesellschaft Baerl. Ein grauer Wolkenteppich, aus dem immer wieder kräftige Regenschauer niedergingen, begleitete ihre Feier zum 525-jährigen Bestehen.
Die gute Stimmung der vielen Mitglieder wurde davon allerdings zum Glück nicht beeinflusst. Und die Organisatoren aus dem Vorstand hatten schon im Vorfeld dafür gesorgt, dass man sich auf dem Festgelände an der Kohlenstraße sowohl drinnen als auch draußen unter Pavillons aufhalten konnte, ohne nass zu werden.
Bayerische Band
"Lange Zeit wussten wir überhaupt nicht, dass wir schon so alt sind", verriet Pressewart Klaus Moeller. "Dann haben Archivare unsere Gründungsurkunde gefunden, die besagt, dass es uns schon seit dem 21. August 1485 gibt. Das wollen wir heute angemessen feiern."
Schon im Mai fand der offizielle Teil statt, als sich die Schützengesellschaft im Duisburger Rathaus in das Goldene Buch der Stadt eintragen durfte. Am Sonntag war es dann an der Zeit, mit allen Mitgliedern gemeinsam zu feiern.
Ein Spalier aus grün-weißen Fähnchen wies den Gästen den Weg. Auch die Tische waren passend dazu mit weißen Tischdecken, grünen Servietten und einer Efeuranke in den Vereinsfarben der Schützengesellschaft dekoriert. Gegen den Hunger gab es Grillfleisch, ein Salatbuffet sowie Kaffee und Kuchen, alles von den Mitgliedern selber organisiert. Eine bayerische Band war für ein buntes Musikprogramm zuständig und versuchte, die Gäste trotz des trüben Wetters draußen zum Schunkeln und Tanzen zu motivieren.
Gerüchteküche brodelte
Für das restliche Programm sorgten die Mitglieder selbst: Jede Gruppe gestaltete einen Programmteil. Der Vorstand etwa ehrte Mitglieder für besondere Leistungen, wie zum Beispiel den Sappeur mit der schönsten Uniform. Was sonst passieren sollte, hielten die einzelnen Gruppen bis zuletzt streng geheim – die Gerüchteküche brodelte natürlich trotzdem. Die einen vermuteten, dass die Mitglieder der Alten Garde ihre Gesangskünste unter Beweis stellen wollten, Laura Hentschel hatte noch etwas anderes gehört: "Ich glaube, dass später ein Mann als Tina Turner verkleidet auf die Bühne kommt."
Bevor diese Geheimnisse allerdings gelüftet wurden, wies Präsident Heinz-Dieter Giesen in seiner Festrede mit Stolz auf gemeinsame Werte wie Kameradschaft und Zusammenhalt hin, die den Verein in vielen Generationen geprägt und verändert hätten.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







