Duisburg: Bargeld steckte in der Unterwäsche
zuletzt aktualisiert: 17.07.2008 - 10:08Am Mittwoch gegen 04.30 Uhr wurde die Bundespolizei Duisburg über einen Diebstahl im Regionalexpress von Essen nach Duisburg (RE 10154) verständigt.
Ein 27 Jahre alter russischer Staatsbürger war nach dem Einsteigen in Essen Hbf von einem Mitreisenden darüber informiert worden, dass ein anderer Mitreisender in seine Umhängetasche gegriffen habe. Bei einer Nachschau stellte der junge Mann den Verlust seiner Geldbörse mit etwa 1000 Euro fest. Gemeinsam mit dem inzwischen verständigten Zugbegleiter und dem Zeugen suchte man daraufhin den Zug nach dem vermeintlichen Täter ab.
In einer Zugtoilette, die erst nach mehrfacher Aufforderung geöffnet wurde, konnte dieser gestellt werden. Hier fand der Zugbegleiter auch die leere Geldbörse des Geschädigten. Im Bahnhof Duisburg Hbf wurde der Tatverdächtige der Bundespolizei übergeben.
Diese stellte bei einer Überprüfung fest, dass es sich bei dem 42 jährigen Algerier um einen Intensivtäter handelt, gegen den bereits mehrer Verfahren wegen Taschendiebstahls anhängig sind. Zuletzt war er am Tag zuvor (15.07.2008), nach einem versuchten Taschendiebstahl, im Düsseldorfer Hbf durch die Bundespolizei angezeigt worden. Bei einer Durchsuchung wurde in seiner Unterwäsche das entwendete Bargeld sowie in seinem Hosenbund eine Digitalkamera gefunden. Zwischenzeitlich meldete sich telefonisch der Geschädigte, der seine Reise zum Düsseldorfer Flughafen fortgesetzt hatte und meldete auch den Verlust seiner Digitalkamera.
Auf Vorhalt gab der Täter an, dass die Kamera sein Eigentum sei. Eine Überprüfung der Bilder im Speicher der Kamera zeigten nur den Geschädigten und klärte so die Eigentumsverhältnisse. Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft und Durchführung aller strafprozessualen Maßnahmen wurde der Täter wieder entlassen.
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