Duisburg: Baustelle im Neubau
VON HILDEGARD CHUDOBBA - zuletzt aktualisiert: 22.03.2007Duisburg (RPO). In der Mercatorhalle wird eine Woche nach der Eröffnung der erste Kongress stattfinden, bei dem sich alles darum dreht, wie Kinder sprachlich gefördert werden Können.
Das Programm
„Baustelle Zukunft“ wendet sich an pädagogische Fachkräfte und Migrationsorganisationen, aber auch die interessierte Öffentlichkeit kann sich anmelden.
„Grundsteinlegung“ ist am 28. April um 10 Uhr mit Grußworten (Oberbürgermeister, Staatssekretär) und dem Fachvortrag von Prof. Dr. Ingrid Gogolin.
Ab 12 Uhr sind alle zur Besichtigung der „Bauplätze“ eingeladen, an denen über Sprachförderung informiert wird, an denen man aber auch selbst Programme und Lehrmaterial testen kann.
Gegen 15.45 Uhr wird dann „Richtfest“ gefeiert mit Live-Musik, Freibier, Tanz und Würstchen.
Infos und Anmeldung unter www.duisburg/de/baustelle-zukunft.
Ohne gute deutsche Sprachkenntnisse kein guter Schulabschluss, kein Job und auch keine Eingliederung in die deutsche Gesellschaft – am 21.April rückt in der Mercatorhalle der große Kongress „Baustelle Zukunft“ ein Thema in den Mittelpunkt, dem ebenso wie die Stadt auch die Landesregierung hohen Stellenwert gibt: die Sprachkompetenz von Kindern.
Annähernd 450 Teilnehmer haben sich zwischenzeitlich schon zu dieser ganztägigen Veranstaltung angemeldet. Sie alle wollen sich einen Überblick darüber verschaffen, welche Projekte und Maßnahmen, welche Medien und pädagogischen Hilfsmittel derzeit „auf dem Markt“ sind, um Kinder sprachfähig für ein Leben, Lernen und Arbeiten in Deutschland zu machen.
Derzeit absolvieren bekanntlich alle Vierjährigen in NRW den „Delfi 4 Test“, der die Basis dafür ist, dass die Kinder zwei Jahr später bei der Einschulung sprachfit sind. Aber auch Vergleichsarbeiten im Fach Deutsch geben einen Überblick über Sprachfähigkeiten der (älteren) Kinder.
An verschiedenen „Bauplätzen“ können die Besucher der öffentlichen Veranstaltung im April aktiv werden. Sie können sich Informationen (zum Beispiel über diese Tests) abholen, sich Programme erklären lassen, ein paar Worte Serbisch lernen oder sich die Spielangebote anschauen, die Fachverlage zur Sprachförderung vertreiben.
Über Sprache und Mehrsprachigkeit spricht Prof. Dr. Ingrid Gogolin von der Uni Hamburg, „die erste Adresse, wenn es um sprachliche Bildung geht“, so Elisabeth Pater. Die Leiterin der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) gehört zu den Organisatoren des Kongresses. Sie arbeitet mit im Arbeitsforum Sprache der „Duisburg Konferenz“. Eingebunden sind hier alle wichtigen Einrichtungen und Institutionen in der Stadt, die sich um Generationen übergreifende Förderung der sprachlichen Kompetenzen bemühen, so die Volkshochschule, die Zentralbibliothek, aber auch die Ausländerbehörde oder die Entwicklungsgesellschaft Duisburg.
„Wir werden die Mercatorhalle wie eine Baustelle gestalten“, kündigte Pater gestern an. Jedem Teilnehmer soll so vor Augen geführt werden, dass für Sprachförderung und Integration noch jede Menge Leistung erbracht werden muss. „Denn die Beherrschung der Unterrichtssprache, also der deutschen Sprache, muss absolute Priorität haben“, forderte Dr. Albert Noll, Bezirksregierung Düsseldorf. Der Kongress liefere dazu einen ganz wesentlichen Baustein. Zu den „Bauarbeitern“, also den Gästen, werden all jene gehören, die beruflich mit Sprachförderungen zu tun haben oder aber die sich (beruflich) für diesen Bestandteil der Integrationsarbeit interessieren.
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