Duisburg: „Delluxe“ – wie Dellplatz
VON STEFAN OSSENBERG - zuletzt aktualisiert: 13.05.2008Duisburg (RPO). Bei „Duisburg delluxe“, der Nacht der Bands rund um den Dellplatz, gab es viel zu hören. Bis spät in die Nacht feierten Besucher und Musiker ein Musikfest mit ganz speziellem Charakter. So manche Lokalität platzte aus allen Nähten.
Samstagabend in Duisburg. Auf dem Dellplatz stehen hunderte von Menschen Schlange. Grüne Bändchen zieren ihre Handgelenke. Die Sonne strahlt. „Lass uns beeilen, gleich spielen Ilja’s Richter im Webster“ ist aus der Menge zu vernehmen. „Nein, lass und lieber in die Säule, der Kramer soll ganz witzig sein.“
Bei „Duisburg delluxe“, der Nacht der Bands im Duisburger Kneipenviertel, hatten die Besucher die freie Wahl: Ob Jazz-, Rock-, Cover-, oder Bluesmusik – akkustisch oder elektrisch verstärkt. Ob im Fahrradladen oder im Veranstaltungssaal. In insgesamt neun Veranstaltungsorten war Musik zu hören. Das Hundertmeister, die Hausbrauerei Webster, das Café Movies, das Havannita und das Havanna, der Fahrradladen „Feine Räder“ und das Musikgeschäft „Tonart“ boten dafür die Kulisse.
Während Crazy Chris Kramer deutsche Texte zu amerikanischer Bluesmusik sang, überzeugte das Trio Consono mit Reminiszenzen an Django Reinhardt im „Café ohne Namen“. Außergewöhnlich war der Auftritt der „Jazz Jerks“ im Café des Hundertmeisters. Ideenreich, verspielt, aber vor allem gekonnt überzeugte das Quartett mit stimmigem und ebenso wohlklingendem Jazz. Klavier- und Saxophon trieben sich gegenseitig zu musikalischen Höhen und zeigten die musikalischen Fertigkeiten der Musiker, die schon in Amerika, Polen und Spanien gastierten.
Inmitten von Musikinstrumenten arbeiteten sich „Two high“ mit gefälligen Akkustikversionen bekannter Stücke durch den Abend. Zwei Geschäfte weiter waren Dynamos und Räder die Kulisse für die „Natural Born Chillers“.
Bei „Pure Quo“ im Saal des Hundertmeisters und bei „Ilja’s Richter“ im Brauhaus Webster war kaum ein freier Platz zu finden. Die Popularität der beiden Coverbands scheint viele Besucher in die beiden Lokalitäten gezogen zu haben.
„Small is beautiful“ - „Klein ist wunderbar“ traf auf die Darbietung im Café Movies zu. Nicht nur das kleine Café des Filmforums bot eine angenehme und beschauliche Atmosphäre. Die Band, die hier spielte, hieß eben auch so. Entspannt, puristisch und charmant war das. Bis in die Nacht hinein konnten die Besucher sich ein Bild von allen neun Konzerten machen.
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